Marco Melandri (l.) kommt mit der neuen Honda RC212V noch nicht zurecht

MotoGP 2010

— 25.03.2010

Melandri: Verzweifelt und niedergeschlagen

Marco Melandri hadert nach den Wintertestfahrten mit der neuen Honda RC212V - Umstellung auf Öhlins-Federung noch problematisch

Marco Melandri und das gesamte Gresini-Honda-Team gehören zu den Verlierern der diesjährigen Testsaison. Während sich die Yamaha- und Ducati-Piloten allesamt über die zahlreichen Fortschritte freuen, die ihnen mit den neuen Motorrädern gelungen sind, scheint man im Honda-Lager ratlos zu sein. Besonders schwer tut man sich offensichtlich bei Gresini, wie die ernüchternden Rundenzeiten bei den Tests 2010 belegen.

Dabei hatte Melandris Rückkehr zu Gresini-Honda so vielversprechend begonnen. Bei den Probefahrten in Valencia im Anschluss an das Saisonfinale 2009 war der Italiener auf Anhieb deutlich schneller als mit der Hayata-Kawasaki wenige Tage zuvor. Damals fuhr Melandri allerdings noch die 2009er-Variante der Kunden-Honda. Mit dem Modell des Jahrgangs 2010 tut er sich dagegen schwer.

"Nach sechs Testtagen war ich mit der 2010er-Honda gut zwei Zehntelsekunden langsamer als beim ersten Grand Prix mit der Kawasaki", schreibt Melandri auf seiner Website. "Das Hauptproblem ist, dass das Problem nicht offensichtlich ist. Wir haben versucht, Gewicht nach vorne und nach hinten zu verlagern, und dann wieder in die Mitte, ohne jemals auch nur die kleinste Reaktion vom Motorrad zu bekommen."

Darüber hinaus habe man viel an der Federung herumprobiert: von sehr hart bis sehr weich war alles dabei. "Aber ich kann keinen Unterschied spüren. Die Daten zeigen, dass die Aufhängung immer genau gleich reagiert, egal ob mit harten oder weichen Federbeinen. So etwas habe ich noch nie erlebt."

Mangelndes Drehmoment

Offenbar spielt in dem Zusammenhang der Wechsel zu Öhlins eine Rolle. "Die einzigen beiden Hondas, die damit zurechtkommen, sind diejenigen, die bereits über Erfahrungen mit Öhlins verfügen. Alle anderen versuchen bloß über die Runden zu kommen, so wie ich." Dazu komme noch das mangelnde Drehmoment des neuen Honda-Motors, der zudem nicht einfach zu handhaben sei.

"Ich bin nach den Tests niedergeschlagen, verzweifelt", schreibt Melandri. "Wenn die Dinge nicht gut laufen, mich die Tests verwirren und mich beinahe fertigmachen, ermutigt mich das nicht, genauso zu pushen wie in einem Rennen." In Katar werde man "ein anstrengendes Rennen" haben. "Aber ich gebe nicht auf bis zum Schluss."

Fotoquelle: Gresini

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