Bridgestone nutzt jahrelange Erfahrung, um für die Wüste gerüstet zu sein

MotoGP 2010

— 07.04.2010

Bridgestone: Wüstensand und Nacht als Herausforderung

Um für die kühlen Temperaturen in der Wüste von Katar gerüstet zu sein, backt Bridgestone härtere Mischungen

Bridgestone stellt sich den einzigartigen Anforderungen des Nachtrennens in Katar und bringt neue Reifenmischungen an den Kurs in der Wüste. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat der Alleinausrüster härtere Mischungen gebacken, um die Haltbarkeit während des Rennens zu erhöhen. Die MotoGP-Asse können nun zwischen Medium und Extrahart wählen.

"Katar ist die einzige Veranstaltung, die in der Wüste und in der Nacht ausgetragen wird, und birgt somit eine einzigartige Herausforderung für uns", erklärt Thoru Ubukata, der Entwicklungsmanager von Bridgestone. "Bei trockenen Bedingungen beträgt die Asphalttemperatur um die 25 Grad und ist damit so niedrig wie nirgendwo sonst. Zusätzlich bläst der Wind oft Wüstensand über die Strecke und macht sie so sehr rutschig."

Während der Testfahrten Mitte März konnten sich die Piloten bereits mit den neuen Walzen anfreunden. Die schwierigen Verhältnisse wurden aber Nicky Hayden, Casey Stoner, Ben Spies und Colin Edwards zum Verhängnis, als alle vier innerhalb einer Stunde in Kurve zwei stürzten. Beim Anbremsen rutschte dem Quartett der Vorderreifen plötzlich weg. Die Asse meldeten den rutschigen Belag als Erklärung.

Die Losail-Strecke besteht aus zehn Rechts- und sechs Linkskurven, weshalb Bridgestone die Steifigkeit der rechten Schultern erhöht hat, um bei den niedrigen Temperaturen genug Haftung zu bieten und gleichzeitig die Abnutzung über die Distanz zu reduzieren. Zum ersten Mal überspringt der japanische Hersteller eine Mischung, denn der "Medium-Reifen bietet genügend Grip, wenn die Strecke sauber ist", erklärt Ubukata. "Wenn jedoch Sand auf die Piste kommt, ändert sich der Charakter dramatisch, weshalb wir einen signifikant härteren Gummi benötigen, der die nötige Haltbarkeit über die Renndistanz bietet."

Eine Änderung gibt es auch beim Reglement. Jeder Fahrer muss sich nach dem ersten Freien Training auf zwei Mischungen seiner Vorderreifen festlegen. "Das bedeutet zwar extra Arbeit für uns", sagt Bridgestone-Manager Hiroshi Yamada, "aber die Piloten werden mehr Vertrauen zur Front haben, da sie sich für die Pneus entscheiden können, die ihnen besser entgegenkommen."

Fotoquelle: Bridgestone

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