Erst beim Katar-Test durfte sich Jorge Lorenzo wieder in den Sattel schwingen

MotoGP 2010

— 07.04.2010

Lorenzo und das Verletzungspech im Winter

Eine Operation im November, ein Sturz im Februar: Für Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo verlief die Winterpause der MotoGP alles andere als optimal

Eigentlich wollte sich Jorge Lorenzo in der langen Winterpause intensiv auf die neue MotoGP-Saison vorbereiten, doch dieses Vorhaben geriet Anfang Februar 2010 mächtig ins Stocken: Bei einer Trainingseinheit auf einem Motocross-Bike stürzte der Spanier von seinem Gefährt und verletzte sich an der Hand. Pünktlich zum Saisonstart der MotoGP ist der Yamaha-Fahrer aber fast wieder topfit.

"Mein Winter begann ja im Prinzip schon im Krankenhaus", witzelt Lorenzo rückblickend in seinem Blog. "Im November ließ ich eine alte Verletzung an meinem linken Schlüsselbein operieren. Das war ein kleinerer Eingriff und nach ein paar Wochen Genesungszeit konnte ich schon wieder herumreisen und für Yamaha die Werbetrommel in Bangkok rühren", berichtet der 22-Jährige von seinem Winter.

Das Malheur von Montmeló

Nach diversen Marketing-Auftritten in Südostasien standen schließlich die ersten MotoGP-Testfahrten des Jahres auf dem Programm, doch schon nach der ersten Testwoche war vorerst Schluss für Lorenzo: "Ich verletzte meine Hand beim Training auf einem Motocross-Bike in der Nähe von Montmeló", schildert der Youngster sein Malheur, das ihn noch bis zum heutigen Tag beschäftigt.

"Ich stürzte in einer langsamen Kurve bei etwa 30 km/h und tat mir etwas an der rechten Hand, als ich aufprallte. Die Ärzte stellten eine Fraktur am ersten Mittelhandknochen fest. Bei der anschließenden Operation wurde mir eine Titaniumplatte eingesetzt und man sagte mir, dass ich für vier bis sechs Wochen einen Handschutz tragen müsste. Daher musste ich den zweiten Malaysia-Test auslassen."

"Ich war natürlich enttäuscht, doch es hätte auch viel schlimmer kommen können", meint Lorenzo. "Am Montag vor dem abschließenden Katar-Test bestätigte mir mein Arzt schließlich, dass ich an den abschließenden Probefahrten in Katar teilnehmen könnte. Die Fraktur passierte nur fünf Wochen vor dem Test, doch diesen hätte ich auf keinen Fall verpassen dürfen", gibt der Spanier zu Protokoll.

Abschlusstest: Die Schmerzen sind nicht weg

"Das hätte meine Vorbereitung auf die Saison schwer beeinflusst, wo das erste Rennen doch unmittelbar bevorsteht", so der Yamaha-Pilot, der anfangs einen überaus positiven Eindruck hatte: "Es war klasse, wieder auf dem Bike zu sitzen. Als ich erstmals wieder auf der Strecke unterwegs war, fühlte sich meine Hand sogar besser an, als ich es erwartet hatte", gesteht der 22-Jährige.

Dann der Rückschlag: Die Schmerzen waren plötzlich wieder da. "Ich musste die Hand zwischendurch immer wieder mit Eis kühlen, weil sie mir weh tat - vor allem beim Bremsen, denn da wird die Kraft der Lenkstange direkt auf den verletzten Bereich an meinem Daumen übertragen", meint Lorenzo. Dem Spanier blieb also nichts anderes übrig, als sich trotzdem durchzubeißen.

Ein leichtes Pochen verspürt Lorenzo zwar noch immer, hofft aber nun darauf, "dass sich diese Geschichte bis zum ersten Rennen beruhigt haben wird. Ich werde jedenfalls weiter daran arbeiten, meine Hand zu kräftigen und möchte bis dahin in einer wesentlich besseren Verfassung sein", kündigt der Spanier an. "Hoffentlich haben wir beim Saisonstart dann mehr Glück als in der Winterpause..."

Fotoquelle: Yamaha

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