Colin Edwards weiß auch nicht genau, warum er in Kurve zwei gestürzt ist

MotoGP 2010

— 08.04.2010

Katar: Früherer Rennstart wäre möglich

Die Diskussion um eine Vorverlegung des Rennstarts in Katar am Sonntagabend geht weiter - Entscheidung fällt vor Ort

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren findet der Saisonauftakt in Katar unter Flutlicht statt. Der Losail International Circuit ist mit einer gigantischen Lichtanlage ausgestattet, die es ermöglicht, auch spät abends, nach Einbruch der Dunkelheit, Rennen zu fahren. Die Idee dahinter: Rennen unter Flutlicht sollen spektakuläre Bilder fürs Fernsehen erzeugen - und das zur besten Sendezeit in Europa.

In den vergangenen beiden Jahren hat das bereits prächtig funktioniert, wobei das MotoGP-Rennen 2009 um einen Tag verschoben werden musste. Sturm und Regen hatten am Sonntagabend ein Rennen unmöglich gemacht, zudem hätten die Spiegelungen der Flutlichter auf der nassen Fahrbahn die Fahrer geblendet.

Bei den Probefahrten im März, die ebenfalls zu später Stunde abgehalten wurden, damit sich die Fahrer an die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse gewöhnen können, ereignete sich Merkwürdiges. Am zweiten Testtag stürzten nach 22 Uhr Ortszeit innerhalb weniger Minuten vier Fahrer an derselben Stelle, nämlich in Kurve zwei. Allerdings war dies weder auf Regen noch auf schlechte Lichtverhältnisse zurückzuführen.

Über die Gründe für die seltsame Sturzserie streiten sich die Experten. Manche äußerten die Vermutung, dass am Tatort Feuchtigkeit aus dem Asphalt drängte, und die Fahrer deshalb an Halt verlören. Tech-3-Pilot Colin Edwards, selbst eines der Sturzopfer, hält das für Quatsch: "Sie haben mich an der Strecke gefragt: 'Kommt da Feuchtigkeit aus dem Boden?' Und sagte: 'Junge, wir sind in der Wüste. Wie kann da Feuchtigkeit aus dem Boden kommen?'"

Edwards vermutet eher ein Problem mit den Vorderreifen. "Die linke Vorderseite sah nicht so aus, als ob sie bei dieser Temperatur, Luftfeuchtigkeit, was auch immer, funktioniert hätte. Danach sah es aber wieder okay aus. Während dieser 30 Minuten war es dort ein bisschen wie in der 'Twilight Zone'", so der Texaner gegenüber 'Gazzetta dello Sport'.

Unterdessen hatten sich mehrere Fahrer, darunter Valentino Rossi und Loris Capirossi, für einen früheren Rennstart ausgesprochen, um diesen Problem möglichst aus dem Weg zu gehen. Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta möchte diesbezüglich nichts überstürzen, schließt aber eine Vorverlegung des Rennens nicht aus.

"Ich habe ein paar Telefongespräche mit den Fernsehstationen geführt und es sollte kein allzu großes Problem sein", so Ezpeleta. Allerdings müsse man sich zunächst vor Ort ein genaues Bild von der derzeitigen Situation machen. Schließlich könne sich die Wetterlage seit den Testfahrten vor gut vier Wochen dergestalt verändert haben, dass das ominöse Problem verschwunden ist.

Der Rennstart ist momentan noch auf 23 Uhr Ortszeit, also 22 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit, angesetzt. Ob eine kurzfristige Änderung des Zeitplans im Laufe des Wochenendes tatsächlich umsetzbar ist, bleibt allerdings fraglich. Sollte das Wetter wie im vergangenen Jahr komplett verrückt spielen, steht der Montag als Ausweichtermin aber bereits fest.

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.