Bridgestone könnte zumindest 2012 noch in der MotoGP bleiben

MotoGP 2010

— 14.04.2010

Bridgestone wünscht sich wieder Konkurrenz

Noch ist nichts fix, doch Hiroshi Yamada würde den MotoGP-Vertrag gern um ein Jahr verlängern, allerdings wünscht er sich wieder Reifenkonkurrenz

Bei Bridgestone wird derzeit darüber beraten, ob man nach dem Ablauf des Ausrüstervertrags mit der MotoGP Ende 2011 aus der Königsklasse aussteigen oder bleiben soll. Nun deutet alles darauf hin, dass die Japaner zumindest um ein Jahr, also für 2012, verlängern wollen - anders als in der Formel 1, wo der Ausstieg beschlossene Sache ist.

Allerdings will sich Bridgestone nicht mehr langfristig an die MotoGP binden, wie Entwicklungschef Hiroshi Yamada gegenüber 'Motosprint' erklärt. Er wolle zumindest über einen Vertrag für 2012 verhandeln, doch auch er ist abhängig von der Vorstandsetage: "Die finanzielle Situation ist immer noch schlecht, aber ich denke, dass wir weitermachen. Im Moment versuche ich, die Führungsebene davon zu überzeugen, zu bleiben."

Bridgestone ist seit 2009 exklusiver Lieferant von Einheitsreifen für die MotoGP. Dieses Monopol ist laut Yamada aus sportlicher Sicht für die Fahrer ein Vorteil, weil der Reifenfaktor nicht mehr so entscheidend ist. Er selbst wünscht sich aber wieder Konkurrenz und Wettbewerb wie früher.

"Für mich hat Sport mit Konfrontation zu tun und dieser Aspekt fehlt", so der Bridgestone-Entwicklungschef. "Es hat mir gefallen, wenn wir gewonnen haben, indem wir andere geschlagen haben. Jetzt gewinnen wir, ohne jemanden zu schlagen."

Deshalb würde Yamada jeden Reifenhersteller begrüßen, der in die MotoGP einsteigen will: "Aber natürlich müssten wir das derzeitige Reglement beibehalten, denn so können wir die Kosten unter Kontrolle halten. Der Lieferumfang muss gleich bleiben: 18 Reifen pro Fahrer und Wochenende. Und eine begrenzte Anzahl von Reifen für die Wintertests. Eine Situation, wie wir sie noch 2008 hatten, wäre undenkbar."

Übrigens würde Yamada es auch begrüßen, wenn Bridgestone noch einmal umdenken und auch in der Formel 1 bleiben würde. Zwar habe man mit einem Ausstieg für die MotoGP mehr Geld zur Verfügung, weil das Formel-1-Budget sehr hoch sei, aber: "Meiner Meinung nach sollten wir auch in der Formel 1 bleiben, weil wir ansonsten viel von unserem Image verlieren."

Fotoquelle: Bridgestone


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