Loris Capirossi: Nach 300 Grands Prix noch immer hungrig

MotoGP 2010

— 25.04.2010

Noch viel Arbeit für Suzuki

Beim Saisonauftakt war Suzuki wieder das schwächste Werksteam - Loris Capirossi und Alvaro Bautista arbeiten in die gleiche Richtung

Suzuki erlebte einen durchwachsenen Auftakt in Katar. Loris Capirossi fehlten im Ziel 20 Sekunden auf Sieger Valentino Rossi, Alvaro Bautista stürzte in der letzten Kurve. Damit ist Suzuki auch weiterhin das schwächste Werksteam in der MotoGP. Mit der Fahrerpaarung aus einem Routinier und einem talentierten Rookie ist das Team aber gut aufgestellt. Capirossi und Bautista kommen gut miteinander klar.

300 Grands Prix hat "Capirex" in seinen 21 WM-Jahren bereits abgespult. Eine beeindruckende Zahl für den 25-Jährigen Spanier. Trotzdem brennt in Capirossi nach wie vor das Feuer: "Ich fühle mich wie zu Beginn meiner Karriere und träume immer davon, zu gewinnen. Ich brauche weiterhin dieses Adrenalin und bei Suzuki habe ich die richtigen Leute gefunden, die alles für ein gutes Resultat geben." Noch fehlt aber einiges für einen Podestplatz.

Nach der enttäuschenden Saison 2009, als Suzuki kein einziges Podium gelang, wurden bei den Wintertestfahrten viele Neuerungen probiert. Ob die gewünschten Verbesserungen gelungen sind, ist noch nicht abzuschätzen, denn "wir hatten im vergangenen Jahr vor allem Probleme bei kühlen Temperaturen", so Capirossi. "Bei den Tests in Sepang war es aber immer heiß, also ist es schwer zu sagen, ob wir einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Bautista wurde nicht nur aufgrund seines Alters und Talents verpflichtet, sondern auch, um den Routinier anzutreiben. Bei den Testfahrten stellte sich heraus, dass beide Piloten ein sehr ähnliches Verständnis für die Maschine haben. So können sie zusammen in die gleiche Richtung arbeiten, um Suzuki zurück an die Spitze zu bringen.

Zu Beginn hatte Bautista aber noch seine Umstellungsprobleme von der 250er-Klasse. "Es ist komplett anders, weil die Kraft des Motors einfach unglaublich ist", sagt der 16-fache Grand-Prix-Sieger. "In den ersten Runden stieg dauernd das Vorderrad auf und es war wirklich schwierig, die Kontrolle zu behalten. Ich musste meinen Fahrstil umstellen und aggressiver zu Werke gehen." Den größten Unterschied sieht Bautista aber in der Professionalität der Königsklasse: "Als ich zum ersten Mal an die Box kam, standen plötzlich sieben, acht Personen um mich herum. Ich wusste gar nicht, was ich allen sagen sollte", erinnert sich der Spanier an die Situation.

Während Capirossi weitere Rennen gewinnen will, hat sich sein junger Teamkollege etwas anderes als Saisonziel gesetzt: "Ich kann zwar noch nicht das Maximum aus der Maschine herausholen, aber ich lerne stetig dazu. Am Ende des Jahres bester Neuling zu sein, wäre schön, aber das Feld ist sehr konkurrenzfähig. Ich werde alles versuchen."

Fotoquelle: Suzuki


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