Nicky Haydens Aufwärtstrend bleibt auch der Konkurrenz nicht verborgen

MotoGP 2010

— 10.05.2010

Hayden bekommt Lob von der Konkurrenz

Nicky Hayden wird für sein Durchhalten im Seuchenjahr von Yamaha-Cheftechniker Jerry Burgess gelobt

Lange hat es gedauert, aber die Fans von Nicky Hayden haben wieder Grund zur Freude. Die vergangenen Jahre verliefen für das "Kentucky Kid" durchwachsen. Besonders 2009, als der US-Amerikaner seine erste Saison für Ducati bestritt, war ein Seuchenjahr. Nur die wenigsten glaubten, dass Hayden dieses Tief überwinden würde. Doch der Start in die neue Saison verlief für den US-Amerikaner toll. Mit zwei vierten Plätzen in Katar und Jerez liegt er in der WM erstmals vor seinem Teamkollegen Casey Stoner.

"Wir hatten gute Testergebnisse. Meine Freunde hatten die Zeiten ebenfalls gesehen und fragten mich nach meinem Gefühl. Ich habe gemeint, sie sollen nicht zu euphorisch sein, aber ich fühle mich gut", sagte Hayden. Der Saisonauftakt in Katar verlief dann fast optimal. "Im Qualifying lief es nicht so gut, wie ich es gerne gehabt hätte, aber im Rennen war es dann besser. Es war ein guter Start in die Saison, aber ich ärgerte mich, nur so knapp am Podium vorbeigeschrammt zu sein", erzählt der Ducati-Pilot.

In der langen Rennpause zwischen Katar und Jerez hatte Hayden viel Zeit das Rennen zu analysieren. "Ich dachte darüber nach, ob es mit einer anderen Strategie besser hätte laufen können. Aber als Vierter ins Ziel zu kommen, ist auch nicht so schlecht. Es ist wichtig, Punkte für die WM zu sammeln", weiß der 28-Jährige, der weiter hart für den Erfolg arbeiten will. "Es liegt noch ein weiter Weg und viel Arbeit vor uns, damit wir jedes Mal vorne mit dabei sind und beweisen können, dass es kein Glückstreffer war", sagte Hayden, der sich bei Ducati pudelwohl fühlt: "Jeder steht hinter mir und das hat mir irrsinnig geholfen. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht."

Für seine Leistungen erntete Hayden bereits Lob von Ex-Weltmeister Kevin Schwantz. Aber auch die Konkurrenz zollt dem US-Amerikaner Respekt. "Ich habe mit Filippo Preziosi (Technischer Direktor bei Ducati; Anm. d. Red.) darüber gesprochen, wie gut sein Motorrad ist. Er meinte, dass Nicky sehr viel Arbeit reingesteckt hatte", erklärte Yamaha-Cheftechniker Jerry Burgess gegenüber 'Motor Cycle News'. Er hat Haydens Tief mitverfolgt: "Er bekam im vergangenen Jahr die volle Härte zu spüren und musste viel Herzschmerz ertragen, aber er hat nie aufgegeben."

Burgess glaubt, dass Ducati bei der Entwicklung auf Haydens Erfahrungen bei Honda Rücksicht genommen hat. "Ohne Casey gegenüber unfair sein zu wollen, aber er hatte kaum Erfahrung als er zu Ducati kam. Jetzt haben sie jemanden, der einige Ideen zuschießen kann und ich bin mir sicher, Casey und Ducati werden auch noch auf die Erfolgsspur finden." Dem Yamaha-Cheftechniker gefällt es, dass der Kampf um die WM nun enger geworden ist: "Es ist schön zu sehen, dass ein anderer Ducati-Pilot als Casey bei mehreren Rennen in Folge gut ist, das ist gut für jeden. Jetzt gibt es zwei tolle Piloten bei Yamaha und Ducati hat nun wie auch Honda zwei erfahrene Piloten. Bei den Rennen sollten sich also diese sechs Piloten die vorderen Plätze ausmachen."

Fotoquelle: Ducati


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