Valentino Rossi wird sehr wahrscheinlich auch weiter für Yamaha fahren

MotoGP 2010

— 12.05.2010

Rossi bleibt "zu 99 Prozent" bei Yamaha

Fahrerkarussell: Valentino Rossi dementiert Gerüchte über einen Wechsel zu Ducati, Casey Stoner flirtet mit Honda, hat aber noch nicht unterschrieben

Das Fahrerkarussell der MotoGP könnte in diesem Sommer besonders in Fahrt geraten, schließlich laufen bei einigen Spitzenpiloten Ende 2010 die Verträge aus. Einer davon ist Superstar Valentino Rossi. Doch in seinem Fall könnte sich die "Silly Season" eher unspektakulär verhalten. Denn der "Doktor" selbst betont nun, dass er sehr wahrscheinlich bei Yamaha bleiben wird.

Vergessen sind die Zeiten, in denen Rossi mit einem Wechsel zu Ducati gedroht hat. Damals soll er Yamaha vor die Wahl zwischen sich und Jorge Lorenzo gestellt haben. Denn die Japaner könnten auf Dauer nicht zwei Topfahrer in ihren Reihen haben. Für Spekulationen sorgt auch Rossis gutes Verhältnis zu Ducati-Technikchef Filippo Prezioso. Doch er verweist aktuelle Gerüchte, er verhandle mit Ducati über 2011, ins Reich der Fabeln.

"Mit Filippo Preziosi verbindet mich seit Jahren eine Freundschaft. Aber darüber hinaus führe ich keine Gespräche mit Ducati. Es ist zu 99 Prozent sicher, dass ich bei Yamaha bleibe", wird Rossi von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert.

Prezioso bestätigt, dass man über ein Jahr lang mit Rossi gesprochen habe, dass die Chance, ihn zu holen, nun aber sehr gering sei: "Wir haben ein ausgezeichnetes Verhältnis, auch auf persönlicher Basis. Aber seit Vale klar gemacht hat, dass er bei Yamaha bleiben will, gab es keine Gespräche."

Bei Ducati selbst läuft der Vertrag mit Zugpferd Casey Stoner aus. Der Australier könnte dem früheren Ducati-Teammanager Livio Suppo zu Honda folgen, doch die "Roten" versuchen, ihn zu halten. "Als Livio uns sagte, dass er das Team wechselt, sagte e runs auch gleich, dass er Stoner gern mitnehmen würde", bestätigt Prezioso.

"Auch Casey hat uns gesagt, dass er Kontakt zu Honda hat", so der Ducati-Technikchef weiter. "Er weiß, dass wir mit ihm weitermachen wollen, aber im Moment ist das Wichtigste, dass er mit dem Bike zufrieden ist." Zumindest wisse er, dass Stoner noch nicht bei Honda unterschrieben hat, auch wenn italienische Medien bereits Vollzug melden: "So viel hat mir Livio erzählt. Und er ist ein Freund und ich glaube ihm."

Suppo selbst - der nun bei Honda die Gespräche mit den Piloten führt - betont auch, dass noch keine Verträge unter Dach und Fach sind. "Es gibt vier großartige Fahrer, deren Verträge auslaufen. Und es ist klar, dass wir an mindestens einem von ihnen interessiert sind. Im Moment redet jeder mit jedem, aber noch hat keiner irgendetwas unterschrieben", sagt Suppo gegenüber 'gpone.com'.

Falls Stoner geht, wäre Rossis Yamaha-Teamkollege Lorenzo eine Option für Ducati. Noch steht aber nicht fest, ob er Yamaha verlassen will. "Lorenzo ist ein sehr interessanter Fahrer, er ist jung und führt nun auch die Meisterschaft an", bestätigt Ducati-Technikchef Prezioso. Noch sei es aber zu früh, irgendwelche Verträge unter Dach und Fach zu bringen.

Ducati hat schon im vergangenen Jahr um Lorenzos Dienste gebuhlt, als Stoner von seiner mysteriösen Krankheit außer Gefecht gesetzt war. "Der Australier hat nie toleriert, dass Ducati während seiner Krankheit Kontakt zu Lorenzo aufgenommen hat", schreibt die italienische Internetseite 'SportsMediaSet'. Stoner soll dabei besonders geärgert haben, dass die Gage, die Ducati Lorenzo bot, angeblich doppelt hoch war wie seine eigene.

Bisher scheint also nur weitgehend festzustehen, dass Rossi bei Yamaha bleibt - ansonsten darf sich die MotoGP auf eine muntere "Silly Season" freuen.

Fotoquelle: Yamaha


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