Lin Jarvis würde am liebsten mit seinen jetzigen Fahrern weitermachen

MotoGP 2010

— 20.05.2010

Jarvis: Ideal wäre es, alle vier Fahrer zu behalten

Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis erwartet, dass Honda bald auf dem Transfermarkt aktiv werden wird - Ben Spies ist bis 2011 unter Vertrag

Findet zur kommenden Saison in der MotoGP das große Stühlerücken statt oder bleibt alles beim Alten? Zur Erinnerung: Die Verträge der vier Spitzenpiloten Valentino Rossi, Jorge Lorenzo (beide Yamaha), Casey Stoner (Ducati) und Dani Pedrosa (Honda) laufen zum Jahresende aus. Wenn es nach Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis geht, soll sich zumindest bei seiner Marke nichts ändern.

Jarvis würde am liebsten mit Rossi, Lorenzo, Ben Spies und Colin Edwards weitermachen. "Das wäre das perfekte Szenario", so der Yamaha-Rennleiter gegenüber 'Motomatters.com'. Spies sei ohnehin bis einschließlich 2011 an Yamaha gebunden und könne gegebenenfalls von Tech 3 ins Werksteam wechseln, sofern dort ein Platz frei würde.

Der Verbleib Edwards' bei Tech 3 hängt offenbar nicht zuletzt davon ab, ob der 36-Jährige seine Karriere über die laufende Saison hinaus fortsetzen wolle. "Ich weiß nicht, wann sich Colin dazu entscheidet, aufzuhören", so Jarvis. Oberste Priorität besitzt aber die Klärung der Frage, wer in der kommenden Saison für das Werksteam startet.

Der Umstand, dass man mit Rossi und Lorenzo zwei annähernd gleich starke Fahrer unter Vertrag habe, sei ein "Problem", das man bei Yamaha durch "gute Planung" geschaffen habe. "Denn niemand wusste, wann Valentino womöglich aufhören würde." Also habe man Lorenzo früh verpflichtet, um ihn sozusagen in der Hinterhand zu haben, falls sich Rossi eines Tages verabschiedet.

Wer wagt den ersten Schritt?

"Jetzt finden wir eine Situation vor, in der Valentino so gut wie eh und je fährt - wenn nicht sogar besser. Er ist nach wie vor motiviert und möchte dabeibleiben." Es werde nicht einfach, beide behalten zu können. "Wir hätten es gerne so, aber warten wir mal ab, denn ich bin ein ziemlicher Realist."

Jarvis geht davon aus, dass Honda als erstes Werksteam die Karten auf den Tisch legen wird. "Sie werden eher früher als später den ersten Schritt machen, glaube ich. Und abhängig davon, was sie tun... nun, es gibt nur eine sehr begrenzte Anzahl an Top-Fahrern im Moment. Ben ist bereits bei uns unter Vertrag, also hat man noch Vale, Jorge, Casey und Dani."

Diese Situation sei für die genannten Piloten von Vorteil. "Ich erwarte, dass Honda bei der Verpflichtung ihrer Fahrer recht aggressiv zu Werke gehen wird. Warten wir mal ab, welchen Fahrer sie ansprechen werden", so Jarvis. "Niemand weiß, was passieren wird."

Fotoquelle: Yamaha


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