Ben Spies muss Schadenersatz an seinen ehemaligen Manager zahlen

MotoGP 2010

— 29.05.2010

Spies: Schadenersatzzahlung an Manager

Ben Spies muss Schadenersatz an seinen ehemaligen Manager zahlen - Loris Capirossi ist im Visier der italienischen Steuerfahnder

Obwohl sich im Motorsport vieles um das Geld dreht, werden die wahren Summen meist verschwiegen. Erst wenn es Skandale oder Anklagen gibt, kommt heraus, welche Summen im Spiel sind. So muss sich derzeit Ben Spies rechtlich mit einem ehemaligen Manager auseinandersetzen. Auch Loris Capirossi hat derzeit Schwierigkeiten mit der italienischen Steuerbehörde.

Wie 'MotoMatters.com' berichtet muss Spies und seine Management-Firma Speez Racing LLC 1,9 Millionen Dollar (umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro) an den ehemaligen Manager Doug Gonda bezahlen. Der Streit entstand unter anderem deshalb, weil Gondas Firma Protac es nicht geschafft hat, Spies einen MotoGP-Platz für 2009 zu besorgen. Laut Speez Racing ist Protac nicht in die Vertragsverhandlungen mit Yamaha für 2009 involviert gewesen. Außerdem gab es Logistikprobleme bei drei internationalen Rennen und weitere Vertragsbrüche.

Der Streit wurde vor einem amerikanischen Tribunal ausgetragen, das schließlich zu Gunsten von Gonda entschied. Interessant an der angeführten Summe ist die Tatsache, wie sie zustande kam. 15 Prozent von Spies Gehalt im Zeitraum von 2009 bis 2011 wurden als Berechnungsgrundlage herangenommen. Damit kommt der Texaner auf ein geschätztes Jahresgehalt von vier Millionen Dollar (umgerechnet rund 3,2 Millionen Euro), inklusive Bonuszahlungen und Sponsoren. Der Supebike-Weltmeister verdient also deutlich weniger, als die vier Superstars der MotoGP-Szene.

Auch Capirossi ist derzeit in einen Streit um das liebe Geld verwickelt. Die italienische Steuerbehörde wirft dem Suzuki-Fahrer vor, seinen Lebensmittelpunkt nicht in Monaco, sondern in Italien zu verbringen. Die Beweise der Staatsanwaltschaft beinhalten auch Zahlungen für Capirossis Villa in Riolo Terme, die von einem italienischen Bankkonto des Routiniers getätigt wurden. Zu seiner Verteidigung gab der 37-Jährige an, seine Mutter hätte eine Kreditkarte von ihm benutzt.

In der Vergangenheit musste Capirossi bereits Steuern nachzahlen. Die letzte Strafe belief sich auf rund zwei Millionen Euro. Auch Valentino Rossi war in den vergangenen Jahren im Visier der Steuerfahnder und musste einen großen Betrag nachzahlen. In Italien wird die Steuerflucht auf etwa 25 Prozent geschätzt. Deshalb machen die Fahnder jagt auf Prominente, wie auch Luciano Pavarotti, Fabio Capello und Flavio Briatore. Damit sollen normale Bürger angeregt werden, ihre Steuern ordnungsgemäß zu zahlen.

Fotoquelle: Yamaha


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