Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Casey Stoner freuen sich auf Silverstone

MotoGP 2010

— 17.06.2010

Silverstone: MotoGP-Stars sind auf Strecke gespannt

Auf der Pressekonferenz vor dem Silverstone-Rennen äußern sich die Spitzenpiloten positiv über den Kurs - Motto: Strecke kennenlernen

Wenn am Freitag um 14:55 Uhr MESZ das erste Freie Training der MotoGP in Silverstone beginnt, betreten sämtliche Piloten weitgehend unbekanntes Terrain. Bis auf Casey Stoner, der vor neun Jahren schon einmal ein Rennen in Silverstone bestritt, ist noch keiner der Fahrer auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Northamptonshire gestartet.

Aber selbst Stoner erkennt die Strecke nach ihrem Umbau kaum wieder, sodass er wohl über keinen Wettbewerbsvorteil verfügt. Nach einer ersten Besichtigung des Kurses am Mittwoch stieß der Australier zudem auf ein Silverstone-typisches Phänomen. "Der Asphalt auf dem alten Streckenteil ist stellenweise arg mitgenommen von all den Jahren des Rennsports, der hier stattfand", so Stoner.

Der Ducati Pilot möchte in England wieder zur Spitze aufschließen, nachdem die ersten vier Rennen eher enttäuschend verliefen. "Der Saisonstart ist sicherlich nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht und erwartet hatten. Wir müssen herausfinden, warum wir uns gerade auf jenen Strecken so schwer tun, die uns sonst so gut gelegen haben. Grundsätzlich müssen wir an Geschwindigkeit zulegen", so Stoner.

An der Spitze der WM liegt derzeit Jorge Lorenzo, der spätestens seit Valentino Rossis Beinbruch als der Top-Favorit auf den MotoGP-Titel gilt. In Mugello musste sich der Yamaha-Pilot allerdings erstmals in dieser Saison Dani Pedrosa geschlagen geben. Lorenzo verneint, dass er jetzt unter einem besonderen Druck stehe.

Lorenzo verdrängt negative Gedanken

"Wenn man negative Gedanken oder sogar Angst hat, kann es ein zusätzlicher Druck sein", so der Mallorquiner. "Aber ich bin hier, um Spaß zu haben und es zu genießen." Deshalb sei er auch sehr auf das erste Training in Silverstone gespannt. "Mal abwarten, wie sich das Motorrad auf dieser Strecke anfühlt."

Lorenzo werde wie immer im Freien Training möglichst viele Runden drehen. "Aber ich werde dabei kein Risiko eingehen, da die Strecke am Anfang noch etwas dreckig sein wird. Am Samstag werden die Rundenzeiten sicherlich niedriger sein."Ähnlich möchte auch Pedrosa das Wochenende angehen. "Zunächst einmal müssen wir die Strecke kennenlernen", so der Honda-Pilot.

Pedrosa will möglichst viel lernen

"Am Freitag müssen wir so viel möglich innerhalb einer Stunde lernen", so Pedrosa weiter. "Der Kurs sieht schnell aus. Man kann die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Streckenteil erkennen. Manchmal ist es etwas flacher, an anderen Stellen gibt es ein paar Bodenwellen. Es ist eine ähnlich lange Strecke wie Mugello, nur haben wir hier keine Abkürzung für die Boxengasse."

Marco Melandri freut sich ebenfalls auf das erste Training. "Die Strecke sieht fantastisch aus. Ich bin hier zwar auch schon mit dem Roller unterwegs gewesen und habe mir so meine Gedanken gemacht, aber wenn ich morgen auf mein Rennmotorrad steige, wird es noch mal eine ganz andere Sache sein", so Melandri, der zugibt, vor allem an seinen Defiziten im Qualiying arbeiten zu müssen. "Ich komme anscheinend mit dem weicheren Reifen nicht so gut zurecht."

Denning bleibt optimistisch

Suzuki-Teamchef Paul Denning macht sich vor dem Heimrennen seines Rennstalls weniger um die Strecke Gedanken, als über die bisherige Leistung seines Teams. "Die Saison hat für Suzuki noch gar nicht richtig angefangen. Das ist sehr frustrierend, denn das Motorrad wurde definitiv stark verbessert. Natürlich fehlt Álvaro der Vergleich zum letztjährigen Motorrad, aber Loris ist im Grunde genommen mit den Verbesserungen sehr zufrieden", so Denning.

"Der einzig positive Aspekt ist, dass das Motorrad besser ist als vergangenes Jahr", betont der Suzuki-Boss. "Wir können vielleicht noch nicht mir Jorge und Dani um den Sieg kämpfen, aber wir können um Top-Positionen kämpfen und einer interessanten Gruppe mitfahren, die vielleicht häufig im Fernsehen gezeigt wird."

Denning ist nicht entgangen, dass Loris Capirossi im Rennen von Mugello über Probleme mit der Vorderrad klagte. "Irgendwie hatte sich von Qualifying zum Rennen einiges verändert", berichtet Denning. "Vielleicht hatte das auch mit dem Moto2-Rennen zu tun, wenn da zwischendurch 41 Motorräder auf der Strecke sind. Jedenfalls ist Loris nicht der Einzige, der dieses Gefühl hatte und es scheint manche Fahrer mehr zu beeinflussen als andere."

Fotoquelle: Honda


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