Die Reifen von Lieferant Bridgestone waren in Silverstone überaus gefordert

MotoGP 2010

— 23.06.2010

Bridgestone: "Haben die besten Varianten ausgewählt"

Tohru Ubukata steht hinter der Reifenzuordnung für das Silverstone-Rennen und spricht über das MotoGP-Wochenende in Großbritannien

Im Anschluss an den Rennevent von Großbritannien zieht MotoGP-Reifenlieferant Bridgestone ein positives Fazit. Die angebotenen Mischungen hätten trotz der kühlen Bedingungen am vergangenen Wochenende die erwartete Leistung geboten, erläutert Entwicklungschef Tohru Ubukata, der für die Motorradabteilung des japanischen Unternehmens verantwortlich zeichnet. Im Interview spricht Ubukata über das Verhalten der Bridgestone-Gummis auf dem neuen Kurslayout in Silverstone.

Frage: "Tohru, was kannst du uns über die Leistung der Reifen am vergangenen Wochenende sagen?"
Tohru Ubukata: "Ich kann sagen, dass ich mit der Leistung der Reifen zufrieden bin, denn sowohl das Gripniveau als auch die Verschleißrate und die Konstanz waren durchaus vertretbar. Die Temperaturen der Pneus waren in Ordnung und lagen sicherlich im Operationsfenster unserer Slickreifen. Bei den kalten Bedingungen am vergangenen Wochenende konnten wir sehen, dass es einige Aufwärmrunden brauchte, bis die Gummis ihre optimale Arbeitstemperatur erreichten."

"Das muss man bei Rennreifen aber auch erwarten, selbst wenn man auf einer so rauen Strecke wie Silverstone unterwegs ist. Bei der weichen Mischung hat es zwei Runden gedauert, um die rechte Reifenschulter aufzuwärmen, bei der linken dauerte es etwas länger. Trotz der kühlen Temperaturen haben sich die Reifen während der Aufwärmphase schrittweise aufgeheizt."

Frage: Wie lautet dein Kommentar zum neuen Layout von Silverstone?"
Ubukata: "Silverstone ist generell eine sehr raue Strecke, die ein gutes Gripniveau generiert. Am Freitag war der Kurs noch schmutzig, verbesserte sich aber von Session zu Session."

"Silverstone ist ziemlich holprig und ohne diese Bodenwellen wären die Rundenzeiten wohl besser. Die Fahrer könnten dann nämlich viel mehr Geschwindigkeit mit in die Kurven nehmen und müssten sich keine Sorgen darüber machen, eine plötzliche Unruhe im Bike zu haben. Gleichzeitig würden die Temperaturen der Reifen noch ein bisschen ansteigen und man hätte noch besseren Grip."

Frage: "In Silverstone war es am Wochenende recht kühl. War es kälter, als ihr erwartet hattet?"
Ubukata: "Nein. Wir haben damit gerechnet, dass es so kühl sein würde. Selbst am Morgen, als die Temperaturen am niedrigsten waren, lag das innerhalb der Werte, die wir erwartet hatten. Wir haben genug Formel-1-Erfahrung in Silverstone, um die Bedingungen zu kennen. Das war also keine Überraschung für uns."

Frage: "Bist du zufrieden mit den Reifenmischungen, die ihr für dieses Rennen ausgewählt habt?"
Ubukata: "Ja. Ich denke, wir haben die besten Varianten für diesen Grand Prix ausgewählt. Die Leistungen am Wochenende unterstreichen das. Es gab einige Überlappungen in Bezug auf die beiden Mischungen."

"Das bedeutet, manche Fahrer haben einen weichen Hinterreifen verwendet, andere nutzten einen harten Hinterreifen. Wir haben viel Zeit investiert und intensive Nachforschungen angestellt, um die richtige Auswahl für Silverstone zu treffen. Dabei untersucht man die Eigenschaften des Streckenbelags und das Layout. Ich bin zufrieden damit, dass wir die richtigen Pneus dabei hatten."

Fotoquelle: Bridgestone


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