Am Wochenende erhalten die Reifen der MotoGP besonders viel Aufmerksamkeit

MotoGP 2010

— 23.06.2010

Bridgestone: Assen ist ein Prüfstand für die Reifen

In den Niederlanden sind speziell die Reifen der MotoGP gefragt: 2010 bringt Bridgestone asymmetrische Pneus an den TT Circuit in Assen

An diesem Wochenende ist der TT Circuit Assen Gastgeber der 80. TT Assen. Der Streckenverlauf wurde im Bereich der Ruskenhoek-Kurve geringfügig abgeändert. Dies sollte es den Piloten ermöglichen, diesen Abschnitt mit einem höheren Tempo zu durchfahren. Die Streckenlänge wurde damit um etwa 13 Meter verkürzt. Infolge dieser Umbaumaßnahmen und auch der aus dem Jahr 2006 ist in Assen der Fahrbahnbelag sehr unterschiedlich.

Dieser beinhaltet folglich einen Mix aus neuerem und älterem Asphalt, aber auch der Level an Haftung und groben und weniger groben Asphalt unterscheidet sich. All diese Faktoren machen es für die Piloten schwierig, ein konstantes Gefühl im Verlauf einer Runde zu bekommen. Zudem ist der Asphaltbelag im Nassen sehr rutschig. Die Abschnitte mit einem neueren Asphaltbelag bieten weniger Haftung, währenddessen der ältere Bereich einen Reifen mordenden Asphalt aufweist.

Generell ist Assen für die Vorderreifen sehr anspruchsvoll, aber es wirken auch hohe Kräfte auf die rechte Reifenschulter der Hinterreifen. Die Kurven 11 und 13, Mandeveen und Meeuvenmeer, sind die härtesten für die rechte Reifenschulter, weil sich die Motorräder dort für lange Zeit bei hoher Geschwindigkeit in Schräglage befinden. Hinzu kommt auch das harte Beschleunigen aus den Kurven, das die Temperatur des Gummis zusätzlich anheizt.

Diese zusätzlichen Lasten auf die rechte Reifenschulter erfordern den Einsatz von asymmetrischen Slicks, um ausreichend Haltbarkeit und Stabilität bei Höchstgeschwindigkeiten durch die Rechtskurven zu gewährleisten. Für die wenigen Linkskurven ist allerdings eine gute Aufwärmphase notwendig. Im Gegensatz dazu gibt es nur wenige harte Bremspunkte, dadurch können weichere Mischungen für vorne verwendet werden.

Kein Neuland in den Niederlanden

Diese sorgen für mehr Grip und auch für ein bei Weitem besseres Gefühl für die Fahrer auf dem rutschigen Asphaltbelag. Daher wurden die weiche und mittelweiche Mischung der Slicks für vorne für Assen ausgewählt. Mit diesen Mischungen wurden auch bereits in Le Mans gefahren. Ähnlich wie auf der französischen Traditionsstrecke, so rechnet Hiroshi Yamada, Motorsport-Manager bei Bridgestone, auch in den Niederlanden mit einem spannenden Event.

"Die TT Assen bietet immer ein großartiges Wochenende, mit vielen Fans und einer großartigen Begeisterung. So gesehen freue ich mich auf diesen Grand Prix. Nach dem Debüt von Silverstone, was gewiss eine komplett neue Herausforderung für uns war, kennen wir Assen viel besser. Casey hält den Pole-Position-Rekord, gefahren mit unseren Reifen, und Valentino fuhr im vergangenen Jahr, ebenfalls mit unseren Reifen, einen neuen Rundenrekord."

"Assen ist eine berühmte Rennstrecke und auch die mit der längsten Geschichte im aktuellen MotoGP-Kalender. Daher ist es immer ein besonderes Gefühl nach Assen zu reisen, sowohl für die Fans als auch für die Leute aus dem Fahrerlager. In Silverstone haben wir ein großartiges Rennen erlebt und wir haben auch schon über die gesamte Saison hinweg enge und hart umkämpfte Positionskämpfe gesehen. Daher bin ich zuversichtlich, dass sich dies auch fortsetzen wird."

Asymmetrische Slicks in Assen

Tohru Ubukata, Entwicklungschef für Motorradreifen bei Bridgestone, ist ebenfalls angetan vom Kurs in Assen: "Es ist eine geschmeidige Rennstrecke, die den rechten Reifenschultern gegenüber sehr anspruchsvoll ist. Generell sind die auf die Reifen wirkenden Kräfte nicht allzu hoch, jedoch erreicht die rechte Schulter der Hinterreifen eine relativ hohe Temperatur."

"Dies kommt aufgrund der Anzahl und der Beschaffenheit der Rechtskurven auf diesem Circuit zustande", erläutert der Pneuspezialist. "Für dieses Jahr bringen wir asymmetrische Slicks für hinten nach Assen, um eine bessere Kombination in der Aufwärmphase und Haltbarkeit für das asymmetrische Streckenlayout von Assen zu gewährleisten. Nach der Modifikation im Jahr 2006 gibt es zwei verschiedene Arten von Asphalt in Assen."

"Der neuere Teil ist rutschig, hingegen weist der alte Abschnitt einen Reifen mordenden Belag auf. Dies macht es für die Fahrer schwierig, im Verlauf einer Runde ein konstantes Gefühl zu erlangen. Unsere Reifen müssen aber auch mit einem breiten Bereich an Kurven, von sehr langsamen bis hin zu schnellen Kurven, zurechtkommen. Daher ist besonders hier ein breiter Arbeitsbereich von Vorteil, auch guter Grip an den Reifenschultern und Beständigkeit sind von entscheidender Bedeutung."

Fotoquelle: Bridgestone


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