Der rechte Unterarm bereitet Casey Stoner Probleme beim Fahren

MotoGP 2010

— 28.06.2010

Angeschlagener Stoner gegen Einsatz von Yoshikawa

Casey Stoner hält Wataru Yoshikawa für keinen geeigneten Rossi-Ersatz und spricht über seine neuerlichen gesundheitlichen Beschwerden

Ab Barcelona wird Wataru Yoshikawa zumindest für drei Rennen die Yamaha des verletzten Valentino Rossi steuern. Yamaha überraschte mit dieser Entscheidung, denn der frühere Superbike-WM-Pilot ist schon seit Jahren nicht mehr im Renneinsatz gewesen und mit 41 Jahren zudem der älteste Fahrer im aktuellen Starterfeld. Die Entscheidung, nicht seinen Youngsters Ben Spies oder Cal Crutchlow das Motorrad zu überlassen, sorgte nicht überall für Verständnis.

Casey Stoner jedenfalls kritisiert die Japaner gegenüber 'Autosport' auf das Schärfste: "Das ist grauenhaft. Die holen Leute, die schon ewig nicht mehr Rennen gefahren sind. Warum machen die das?" Der Australier glaubt, dass es genügend bessere Kandidaten als den 41-Jährigen gibt. "Gebt doch jemand anderem die Möglichkeit, wie ihr es sonst auch getan haben. Jeder ist besser als irgendein Niemand, der höchstens das Rennen beendet und sich mit Glück qualifiziert. Ich bin mir sicher, es gibt Piloten, die bereit wären dafür zu sterben, um mit diesem Motorrad zu fahren."

Doch auch mit sich selbst ist Stoner derzeit nicht im Reinen. In Assen reichte es zwar für den ersten Podiumsplatz in der Saison. Doch wie sooft schleppt der Australier eine Verletzung mit, die ihn nicht sein volles Potenzial abrufen lässt. Diesmal ist es ein Arm-Pump-Problem. Laut Stoner tauchte dieses Muskelproblem im rechten Unterarm erst durch die neuen Rennanzüge, die zu eng geschnitten sind, auf. Der kalte Fahrtwind hat das Problem sogar noch verstärkt.

Die Beeinträchtigung ist aber enorm. "Das stört den Arm so sehr, dass du nur noch fünf Prozent der normalen Kraft zur Verfügung hast", beschreibt der Australier. Das Motorrad lässt sich dadurch schlechter steuern und auch der Gashebel lässt sich nicht mehr so präzise bedienen: "Die Richtung zu wechseln ist am schwierigsten. Weniger nach dem Bremsen, aber wenn du aus den Kurven heraus kommst und die Richtung ändern willst hast du einfach keine Kraft, um von der einen auf die andere Seite zu kommen." In den Endphasen der Rennen muss Stoner dann meistens den Arm mit seinem Knie abstützen.

Dass seine Beschwerden vielleicht mit seiner Sitzposition zu tun haben, glaubt der Ducati-Pilot aber nicht: "Ich fahre schon seit Jahren in der gleichen Position." Ebenso schließt er mangelnde Kondition oder seine Lactose-Intoleranz als Ursache für sein Arm-Pump-Problem aus. Eine Operation kommt für ihn zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage, denn er würde dadurch einige Rennen pausieren müssen und glaubt zudem, seine Beschwerden auch ohne chirurgischen Eingriff heilen zu können. Eine Trainingsumstellung soll Besserung bringen.

Fotoquelle: Ducati


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