Valentino Rossi geht noch an Krücken - und will doch schon wieder Rennen fahren

MotoGP 2010

— 08.07.2010

Rossi-Comeback: Vater besorgt, Brivio optimistisch

Ob Valentino Rossi bereits am Sachsenring wieder starten wird, ist noch nicht entschieden - Vater empfahl Rücktritt vom Motorradrennsport

Valentino Rossi hat durch seine Testfahrt am Mittwochabend in Misano unterstrichen, wie wichtig es ihm ist, möglichst rasch in die MotoGP zurückzukehren. Der Weltmeister absolvierte auf seiner Yamaha-R1 des Superbike-WM-Teams insgesamt 26 Runden und sprach anschließend trotz Schmerzen an Schulter und Knöchel von einer "positiven" Erfahrung.

Sein Vater Graziano Rossi sieht das zwar genauso, mahnt seinen Sohn allerdings zur Vorsicht. "Valentino darf nicht vergessen, was ihm passiert ist. Er darf nicht glauben, dass er zurückkommen kann als sei nichts passiert", so der ehemalige Grand-Prix-Pilot gegenüber 'Gazzetta dello Sport'.

Allerdings hofft auch Rossi senior, dass der neunfache Weltmeister schon beim kommenden Rennen auf dem Sachsenring wieder mit von der Partie sein wird. "Ich glaube, dass das Rennen in Deutschland und das in Laguna Seca nützlich sein könnten, um sich wieder ans Fahren zu gewöhnen und die Pace wiederzufinden. Mit zwei Rennen zur Eingewöhnung kann er nach Brünn kommen - eine Strecke, auf der er 'moralisch verpflichtet' ist, an der Spitze zu kämpfen."

Graziano Rossi gibt allerdings auch zu, dass es ihm lieber gewesen wäre, sein Sohn hätte eine längere Pause eingelegt - oder gleich ganz mit dem Rennfahren aufgehört. Dies habe er Valentino auch vorgeschlagen. "Er hat mich angesehen und mir gesagt, dass es einfach nicht möglich sei, den Motorradsport so zu verlassen."

Nächster "Test" am Sachsenring?

Während also alles auf ein möglichst schnelles Comeback ausgerichtet ist, macht sich Rossis Teammanager Davide Brivio Gedanken über die Umsetzung einer Rückkehr in den Grand-Prix-Zirkus. Vor dem Rennen auf dem Sachsenring sei es schwierig, einen weiteren Test durchzuführen. "Es ist steht kein weiteres Motorrad zur Verfügung", so Brivio gegenüber 'motogp.com'.

Tatsächlich ist das Superbike, welches Rossi am Mittwoch fuhr, inzwischen auf dem Weg nach Brünn, wo am kommenden Wochenende die Superbike-Weltmeisterschaft Station macht. "Falls er im Fitnessstudio arbeitet und alles gut läuft, wird er vielleicht am Sachsenring anwesend sein und wir probieren dort direkt die M1 aus."

Rossi hatte viel Spaß auf dem Motorrad

Brivio glaubt Rossi angesehen zu haben, dass dieser extrem glücklich gewesen sei, endlich wieder auf einem Motorrad gesessen zu haben. "Ich hatte den Eindruck, dass er es arg vermisst hat, auf einem Bike zu sein. Er hat über das Motorrad gesprochen und einige Kommentare abgegeben - als sei es ein ganz normaler Test gewesen. Ich habe gesehen, wie sehr er es genossen hat."

Allerdings gab Rossi nach dem Test zu, dass er Schmerzen gehabt habe. Jedoch schien ihm die Schulter, die er sich bei einem Motocross-Unfall im Frühjahr verletzt hatte, wesentlich größere Probleme zu bereiten als das gebrochene Schienbein. "Vor allem fehlte mir Kraft in der Schulter", erklärte Rossi.

Fotoquelle: Yamaha


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