Selbst Formel-1-Pilot Timo Glock (m.) brachte dem Suzuki-Team kein Glück

MotoGP 2010

— 18.07.2010

Sachsenring: Enttäuschung pur bei Suzuki

Álvaro Bautista durfte nach der Rennunterbrechung nicht wieder starten - Loris Capirossi mühte sich im zweiten Abschnitt mit alten Reifen auf Platz elf

Das Suzuki-Team war auf dem Weg zu einem Top-10-Ergebnis mit beiden Fahrern, als Randy de Puniet in der zehnten Runde stürzte. Während Loris Capirossi zu dem Zeitpunkt knapp vor dem Franzosen lag, wurde er in das Unglück nicht mit hineingezogen. Álvaro Bautista hatte allerdings keine Chance: Der Spanier kollidierte mit der havarierten Honda de Puniets und ging wie Aleix Espargaró ebenfalls unfreiwillig zu Boden.

Was folgte war ein Rennabbruch und schließlich der Neustart zum zweiten Teil des Großen Preises von Deutschland, der über 21 Runden gehen sollte. Doch dieser fand ohne Bautista statt. Die Ersatzmaschine stand für den Rookie schon bereit, doch als dieser in die Box zurückkehrte, war es schon zu spät. Bautista durfte wie Espargaró nicht mehr in die Startaufstellung zum Neustart fahren. Nur 13 Piloten nahmen den zweiten Teil des Rennens auf.

"Während wir das Regelbuch komplett akzeptieren, kann ich mir vorstellen, dass es in Zukunft eine sorgfältige Diskussion darüber geben wird", so Suzukis Teammanager Paul Denning. "Denn bei nur 17 Motorrädern in der Startaufstellung ist es definitiv ein Problem für die Show, wenn wir gesunde Fahrer und gute Motorräder nach so einem Zwischenfall in der Box stehen haben, während sie eigentlich da draußen Rennen fahren sollten."

Für Bautista war dieser Ausfall besonders ärgerlich, denn nach einem schlechten Start war er gerade erst auf Touren gekommen. "Nach den ersten paar Runden fand ich einen guten Rhythmus und konnte an der Gruppe dranbleiben, die um die Top-10-Platzierungen fuhr", so der junge Spanier.

Bautista konnte nicht mehr ausweichen

"Nach neun Runden stürzte Randy", so Bautista weiter. "Vor mir waren ein paar Fahrer und ich konnte nicht erkennen, wo auf der Strecke sein Motorrad war. Aber als die anderen Fahrer verschwanden sah ich das Bike direkt vor mir." Doch da war es bereits zu spät. "Ich konnte den Crash nicht mehr vermeiden."

Mit seiner beschädigten GSV-R schaffte es Bautista nicht schnell genug in die Box, der Neustart auf der Ersatzmaschine wurde ihm von der Rennleitung verwehrt. "Regeln sind Regeln, aber in diesem Fall hätte vielleicht eine Ausnahme gemacht werden müssen, denn ich bin wegen Randy gestürzt und nicht wegen etwas, das ich verursacht habe", so Bautista.

Teamkollege Capirossi musste also die Suzuki-Farben im zweiten Rennabschnitt alleine vertreten, doch für den Italienern war die Unterbrechung ebenfalls alles andere als hilfreich. "Wir hatten uns entschieden, im Rennen eine andere Abstimmung und einige Verbesserungen an der Elektronik auszuprobieren. Im ersten Teil des Rennens funktionierte das wirklich gut. Es war das beste Motorrad, das ich am gesamten Wochenende hatte", so "Capirex".

Gebrauchte Reifen für Capirossi

"Nach der roten Flagge hatten wir uns dazu entschlossen, einen gebrauchten Reifen von gestern zu verwenden, denn es waren keine neuen mehr übrig", so Capirossi weiter. "Das hat einfach nicht funktioniert, ich hatte von Anfang bis Ende gar kein Gefühl - null Grip! Am Ende musste ich mit de Angelis kämpfen, um meinen Platz zu behalten."

Capirossi beschreibt seinen elften Platz als "schlechtes Ergebnis". Und auch Teammanager Denning machte aus seiner Enttäuschung nach dem Rennen keinen Hehl. "Wir wussten, dass sich unser Potenzial seit Barcelona mindestens verbessert hatte. Aber heute war es total frustrierend."

Fotoquelle: Suzuki


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