Valentino Rossi (r.) findet, dass Jorge Lorenzo den Titel verdient hätte

MotoGP 2010

— 28.07.2010

Rossi: "Ich habe drei Wochen lang nicht geschlafen"

Valentino Rossi spricht Jorge Lorenzo ein großes Lob aus und geht nicht davon aus, in Brünn bereits hundertprozentig fit zu sein

Keine sechs Wochen nach dem Sturz in Mugello, bei dem sich Valentino Rossi das rechte Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, saß der Weltmeister bereits wieder im Sattel seiner Yamaha M1 und startete beim Großen Preis von Deutschland. Eine Woche nach dem vierten Platz vom Sachsenring kletterte Rossi in Laguna Seca, wenn auch mit einer Gehhilfe, auf das Siegertreppchen.

Dass die Genesung so schnell voranschreiten würde, war unmittelbar nach der Operation in Italien nicht unbedingt zu erwarten. "Eine Woche nach dem Unfall denkt man an gar nichts", so Rossi nach seinem dritten Platz in Kalifornien. "Man denkt nicht ans Rennen oder an das Motorrad. Man hat einfach nur Schmerzen. Man schläft nicht." Stattdessen habe er die meiste Zeit vor sich hin geflucht.

Rossi leidet nicht nur an den Folgen seines Beinbruchs, sondern auch an einer Schulterverletzung, die er sich bei einem Motocross-Unfall im Frühjahr zugezogen hat. Immerhin sei er inzwischen wieder in der Lage zu schlafen - wenn auch nur auf einer Seite. "Aber ich habe drei Wochen lang nicht geschlafen."

In zweieinhalb Wochen steht der nächste Grand Prix in Tschechien auf dem Programm. "Ich denke nicht, dass ich in Brünn bei einhundert Prozent sein werde. Aber es wird besser sein als in dieser Woche", so Rossi, der seinem derzeit überragenden Teamrivalen Jorge Lorenzo ein großes Lob ausspricht.

"Er macht einen fantastischen Job. Deshalb Glückwunsch an ihn. Er ist in jedem Training vorne, unter allen Bedingungen. Er ist in einer großartigen Verfassung. Ich denke, dass er diese Meisterschaft verdient, selbst wenn man von meiner Verletzung absieht", so der amtierende Champion, der bekanntlich nicht das beste Verhältnis zu Lorenzo pflegt.

"Aber ich kann auch mit Sicherheit sagen: Wenn ich auf der Strecke bin, kann ich ihn etwas mehr unter Druck setzen und ihm mehr Probleme bereiten. Im vergangenen Jahr hat das ganz gut funktioniert. Aber man kann nichts gegen einen Fahrer sagen, dessen schlechtestes Resultat der zweite Platz ist."

Fotoquelle: Yamaha


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