Unglücklich: "Texas Tornado" Colin Edwards will die MotoGP verlassen

MotoGP 2010

— 31.07.2010

Edwards Abrechnung: Warum er in die Superbike-WM will

Colin Edwards hat die Nase voll von der MotoGP: Warum es den "Texas Tornado" nun zu Ducati in die Superbike-WM zieht und wie Valentino Rossi dies verhindern könnte

Wirbelt der "Texas Tornado" bald in der Superbike-WM? Colin Edwards liebäugelt inzwischen öffentlich mit einem Abgang aus der MotoGP - in der diesjährigen Saison hat der Yamaha-Kundenpilot bisher nur einen siebenten Platz beim Heimspiel in Laguna Seca zu Buche stehen. Doch auch in der Vergangenheit blieb dem 36-Jährigen der ganz große Erfolg in der Motorrad-WM versagt: 2006 war er in Assen ganz knapp dran, doch 200 Meter vor dem Ziel stürzte er in Führung liegend.

Seine Erinnerungen an die Superbike-WM sind weitaus besser: Dort holte er 2000 und 2002 den WM-Titel. Jetzt zieht es ihn zurück, wie er gegenüber 'MCN' erklärt: "Ich will meine Karriere nicht beenden, wenn ich ständig verärgert bin. Ich will Spaß haben und Rennen gewinnen, oder zumindest eine Siegchance haben, doch das geht in der MotoGP nicht. Es interessiert mich nicht, Achter oder Sechster zu werden. Wenn ich jetzt nach Hause gehe, dann würde mich meine Frau wahrscheinlich rausschmeißen."

Verhindert Rossi Edwards Plan?

Daher bleibt der letzte Ausweg: Superbike-WM! "Ich fühle mich immer noch sehr motiviert und würde mich freuen, wenn das fruchtet - es wäre spannend. Ich weiß noch nicht hundertprozentig, was ich machen werde, doch ich würde sagen, dass es in diese Richtung geht", bestätigt Edwards. Der Texaner steht kurz vor einem Vertragsabschluss mit Ducati, einige Dinge wurden kurz vor dem MotoGP-Wochenende am Sachsenring bereits geklärt.

Bleibt nur die Frage, ob ihm da nicht sein ehemaliger Teamkollege Valentino Rossi in die Quere kommt. In der kommenden Saison soll der Superstar für die Italiener in der MotoGP antreten, aus diesem Grund möchte man das Kontingent in der "Königsklasse' auf sechs Motorräder ausbauen. Gerüchte besagen, dass dadurch das Engagement in der Superbike-WM eingeschränkt werden könnte.

Warum Edwards zu Ducati will

Auch wenn Edwards weder in der Superbike-WM, noch in der MotoGP für die Italiener angetreten ist, machte er 2002 gute Erfahrungen mit der Traditionsschmiede: "Sie haben mir damals wirklich aus der Patsche geholfen, denn ich hatte bei ihnen zu Saisonende bereits einen Vorvertrag unterschrieben. Doch dann stieg Aprilia in die MotoGP ein und man fragte mich, ob ich für sie fahren will. Also bat ich Ducati, ob ich herauskomme und sie wollten meiner Karriere nicht im Weg stehen. Und das alles ohne Anwälte, Gerichtssaal, dafür hatte ich immer Respekt."

Diese sportliche Haltung rechnet Edwards den Italienern noch heute hoch an. "Wenn ich eine Nummer-eins-Option habe, dann sind sie es", stellt er klar. Zumal er genau diese Sportlichkeit in der MotoGP vermisst. "Sogar im Werksteam hatte ich kein Werksmaterial. Es gab immer jemanden, der besseres Material hatte als ich", verweist er auf Langzeit-Teamkollegen Rossi. "Dieser Art der Politik geht mir auf die Nerven."

Fotoquelle: Yamaha


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