Beim Testtag in Brünn darf Valentino Rossi nicht mehr für Yamaha fahren

MotoGP 2010

— 07.08.2010

Yamaha untersagt Rossi-Test in Brünn

Valentino Rossi darf an dem Testtag nach dem Brünn-Grand-Prix nicht für Yamaha testen - Auch Jeremy Burgess ist von den Neuentwicklungen ausgeschlossen

Am Montag nach dem Brünn-Rennen bleibt die MotoGP an der tschechischen Strecke und wird einen der seltenen Testtage bestreiten. Nicht dabei sein wird Valentino Rossi, denn Yamaha hat es dem Weltmeister und seiner Mannschaft um Jeremy Burgess verboten, neue Entwicklungsteile zu testen. Der japanische Hersteller hat klargestellt, dass nur Fahrer, die auch 2011 auf der M1 sitzen, die letzte Ausbaustufe testen dürfen. Das ist ein klares Zeichen, dass Rossi ab der kommenden Saison für Ducati fahren wird.

"Es ist eigentlich logisch. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt ein Test eines Prototypen für 2011 ansteht, wird ein Fahrer darauf sitzen, der auch im nächsten Jahr bei uns ist", wird Yamaha-Teamchef Lin Jarvis von 'Motorcycle News' zitiert. Die technische Mannschaft, angeführt von Jeremy Burgess, darf weder an der neuen Maschine arbeiten, noch irgendwelche Details darüber erfahren.

Jarvis ist vom Weggang seines Superstars enttäuscht. Noch ist offiziell aber nichts verlautbart worden. Die Bekanntgabe wird für den Rennsonntag in Tschechien erwartet. "Brünn ist vom Zeitplan her in Ordnung. Wir wollten eigentlich unsere Pläne für die Zukunft zu Beginn der Sommerpause veröffentlichen, aber es hat nicht funktioniert. Man hat in dieser Welt eben seine eigenen Verträge und von meiner Position aus kann ich bis Brünn nichts sagen", so Jarvis.

Ducati wartet noch auf die Yamaha-Freigabe nach dem Saisonfinale in Valencia, damit Rossi gleich bei den ersten Testfahrten auf die Desmosedici steigen kann. Normalerweise laufen die meisten Verträge bis 31. Dezember, aber es ist fast schon traditionell, dass die Hersteller ihre Fahrer bei einem Markenwechsel gleich freistellen, damit sie sofort mit der Testarbeit beginnen können. Einzige Ausnahme in den letzten Jahren war Rossi, der nach seinem Honda-Abgang erst zu Beginn des folgenden Jahres für Yamaha arbeiten durfte.

"Wir würden mit Yamaha gerne eine Lösung finden, sollte diese Situation entstehen", so Ducati-Chef Alessandro Cicognani. "Die Partnerschaft zwischen Valentino und Honda war am Ende schon sehr schlecht. Nun war er mit Yamaha eine lange Zeit zusammen und es war eine erfolgreiche Hochzeit. Ich denke es wäre akzeptabel, wenn Yamaha ihm die Freigabe geben würde, nach allem was Valentino für sie getan hat."

Ducati hat Casey Stoner bereits die Freigabe gegeben, damit der Australier im November schon für Honda testen kann. Jarvis meint zu diesem Thema: "Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen."

Fotoquelle: Yamaha


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