Für Mika Kallio geht es seit Laguna Seca endlich wieder voran

MotoGP 2010

— 08.08.2010

Kallio: "Le-Mans-Crash hat uns aus dem Konzept gebracht"

Mika Kallio kommt in seiner zweiten Saison als MotoGP-Pilot nur schleppend in Fahrt - Viele Schwierigkeiten und der Sturz in Le Mans sind die Ursache

Mika Kallio erlebte eine fr ihn uerst schwierige erste Saisonhlfte. Mit dem neunten Platz in Laguna Seca konnte er sich zumindest in der WM-Zwischenwertung vor seinen Teamkollegen Aleix Espargar schieben. Und trotz des erkennbaren Aufschwungs seit dem Rennen auf dem Sachsenring sieht er sich noch lange nicht aus der Krise, wie der stets zurckhaltende Finne im Gesprch mit 'Motorsport-Total.com' erklrt.

"Gewiss war fr Jedermann erkennbar, dass wir mit ganz ungewhnlichen und zum Teil auch gravierenden Problemen zu kmpfen haben", so Kallio. "Im Moment wei von uns auch noch keiner eine richtige Antwort darauf - weder ich, noch das Team. Einige Grnde dafr stammen wahrscheinlich vom Motorrad selbst. Die GP10 unterscheidet sich bekanntlich grundlegend zum letztjhrigen Modell. Vordergrndig natrlich vom Motor her. Und auch die Vordergabel von hlins ist komplett neu. All das zusammen ergibt ein vllig anderes Gefhl beim Fahren, und das war es auch wahrscheinlich, was mein Gefhl wesentlich beeintrchtig hat."

"Schon im Verlauf der Wintertests hatte ich bemerkt, dass irgendetwas nicht exakt passte", so der Pramac-Pilot weiter. "Im Vergleich zum vergangenen Jahr befand sich unser Paket nicht auf dem gleichen Level. Obwohl in Jerez mit dem siebten Platz alles in Ordnung zu sein schien. Aber der Sturz beim darauffolgenden Grand Prix in Le Mans, wo ich mir die Schulter heftig angeschlagen habe, hatte weitreichende Folgen fr uns. Quasi mit einer Hand ein MotoGP-Bike zu steuern ist unmglich. Die Verletzung behinderte mich auch noch in Mugello."

Wegen der ldierten Schulter verschlimmerte sich die Lage zusehends, ein besseres Gefhl fr die Ducati Desmosedici GP10 zu erlangen. "Diese Zeit war echt schlimm fr uns. Ich verlor jegliches Vertrauen fr mein Motorrad und wir waren am Boden zerstrt. Daraufhin begannen wir die Balance am Motorrad komplett zu berarbeiten. Wir haben sehr viel Zeit dafr aufgewendet, um eine bessere Lsung fr meinen Fahrstil zu finden, was uns letztendlich aber nicht gelungen ist. Unsere Situation war nahezu aussichtslos. Die Rennen in dieser Phase waren vollkommen fr nichts, was sich auch anhand der Ergebnisse eindeutig ablesen lsst."

Vor dem Grand Prix auf dem Sachsenring wurde die Entscheidung gefllt, mit dem Setting auf den Stand des vergangenen Jahres zu gehen. "Schrittweise haben wir das Bike auf den Stand umgebaut, wie wir es vor einem Jahr hatten. Und siehe da, unverzglich stellte sich auch eine Besserung ein. Schon im ersten Training ging es mit dem Gefhl aufwrts. Mein Vertrauen war pltzlich wieder da, sodass ich auch stndig an das Limit gehen konnte. Unsere Ergebnisse lagen wieder in Reichweite zu den Top-10 und auch der Rckstand auf die Spitzengruppe von weniger als einer Sekunde war mehr oder weniger in Ordnung."

Das Rennen auf dem Sachsenring endete nach dem Neustart schon in der ersten Kurve, doch in Laguna Seca zeigte Kallio wieder Kampfgeist. "Nachdem ich in Deutschland schon in der ersten Kurve nach dem Neustart ausgeschieden bin, war der Rennausgang in Laguna Seca eine Wohltat fr mich. Endlich wieder einmal in den Top-10 ins Ziel zu kommen, nach so vielen schrecklichen Rennen, das war wirklich wie Balsam. Hoffentlich geht es jetzt fr uns in dieser Tonart weiter. Denn in diesem Jahr ist so vieles schief gelaufen. Meiner Meinung nach hat uns der Crash in Le Mans sehr weit zurck geworfen und aus dem Konzept gebracht."

Fotoquelle: Pramac


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