Die MotoGP begeisterte die zahlreichen Fans bei ihrem Abstecher nach Wien

MotoGP 2010

— 11.08.2010

MotoGP begeistert auf der Wiener Ringstrasse

Piloten aus allen drei WM-Klassen statteten der österreichischen Hauptstadt einen Besuch ab und führten ihre Maschinen vor - Die zahlreichen Fans waren begeistert

Österreich war lange Zeit im Kalender der Motorrad-WM vertreten. Auf dem Salzburgring haben sich die Zweiradasse über viele Jahre spektakuläre Duelle geliefert. 1996 eröffnete die 500er-WM den damals neu gebauten A1-Ring in der Steiermark. Seither ist es aber ruhig geworden im Land der Berge und Täler. 2007 machte die MotoGP erstmals in der Landeshauptstadt Wien Station und führte die Motorräder aller Klassen vor. Nach 2009 war es in diesem Jahr dann der dritte Auftritt auf der berühmten Ringstraße.

Drei Weltmeister hatten sich angesagt: Der Schweizer Tom Lüthi (125er-Champion 2005), Julian Simon (amtierender 125er-Meister) und Ben Spies (Amtierender Superbike-Weltmeister). Dazu Toni Elias, der derzeit die Moto2-Gesamtwertung anführt und Marc Marquez, der die letzten fünf Rennen der kleinsten Klasse gewonnen hat. Weitere Piloten waren Karel Abraham (Moto2), Randy Krummenacher (125er-Klasse), der Finne Mika Kallio (MotoGP), Bradley Smith (125er) und Alex de Angelis (MotoGP).

Die Ringstrasse wurde zwischen dem Burgtheater und dem Parlament gesperrt, damit die Piloten ihre Prototypen vorführen konnten. Einziger Wehrmutstropfen: Durch die Motorenbeschränkungen konnten die Asse keine Burnouts machen, aber die zahlreichen Fans kamen trotzdem auf ihre Kosten. Die Piloten machten Startübungen, Wheelies und klatschten mit den begeisterten Besuchern die Hände ab. Natürlich standen die Fahrer auch für Autogramme und Fotos zur Verfügung.

Für Rennmotorräder ist der Asphalt in der Stadt nicht optimal, wie Lüthi erklärt: "Wir müssen da klar unterscheiden. Wir sind hier mitten in der Stadt und auf keiner Rennstrecke. Für uns als Rennfahrer ist es etwas schönes, so nah an den Leuten zu sein", meint der Moto-2-Pilot auf der 'ATV'-Bühne. "Wir spüren richtig die Atmosphäre. Aber klar, richtig aufdrehen können wir nicht."

Abgesehen von dem Superbike-Rennen in Macao werden keine Motorradrennen in einer Stadt veranstaltet. "Es ist einfach viel zu gefährlich. Wir brauchen einfach den Sturzraum. In der Stadt ist das nicht möglich, denn überall gibt es Mauern. Die Formel-1-Piloten haben ein Monocoque und sind viel besser geschützt. Wir brauchen einfach den Platz in Form von Kiesbetten und Auslaufzonen, falls einmal etwas passieren sollte."

"Die Gerade ist etwas kurz, um eine noch bessere Show zu zeigen, aber es ist unglaublich wie viele Fans gekommen sind", so Smith. "Danke an alle. Ich freue mich schon darauf im nächsten Jahr wiederzukommen. Es ist großartig in einer Stadt zu fahren, ich habe das noch nie gemacht. Ich habe bei meinem ersten Wien-Besuch eine tolle Zeit."

"Ich bin zum ersten Mal in Wien und es scheint eine nette Stadt zu sein", findet Tech-3-Pilot Spies. "Ich bin erst letzte Nacht aus Amerika gekommen und muss dann gleich weiter nach Brünn. Es ist cool, dass so viele Leute gekommen sind und wir unseren Sport vorstellen können." Ein alter Bekannter in Wien war Kallio, der durch seine KTM-Zeit eine Verbindung zu Österreich hat. "Es ist wirklich schön hier zu sein und ich kann mich an meine Zeit bei KTM sehr gut erinnern."

Einen großen Abwesenden gab es bei der Veranstaltung: Valentino Rossi musste nach seiner Verletzungspause absagen und konzentriert sich auf seine Fitness und die Verhandlungen für die Zukunft. Er übermittelte aber eine Grußbotschaft: "Hallo Fans! Hier ist Valentino und ich kann leider nicht bei euch sein. Eine große Umarmung an alle und viel Spaß, auch beim Rennen in Brünn."

Eine Veranstaltung wie diese, wo ein Teil der Straßen gesperrt wurde und die Exekutive für Sicherheit sorgte, wird natürlich von der Politik unterstützt. "Es gefällt mir sensationell gut. Es ist einzigartig, dass so ein Event in einer großen Stadt stattfindet", so Vizebürgermeisterin Renate Brauner. "Wien ist einzigartig und ich denke solche Veranstaltungen leisten einen hohen Beitrag. Wien ist eine Stadt die lebt und es ist nicht nur gute Werbung für den Motorsport, sondern auch für Wien."

"Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr wichtig. Wien und Brünn liegen im Herzen Europas und diese Region entwickelt sich sensationell. Ich freue mich, dass heute so viele Menschen gekommen sind." Mit einem abschließenden Gruppenfoto vor dem Wiener Parlament und der ehrwürdigen Pallas Athena ging die MotoGP-Veranstaltung in der österreichischen Hauptstadt zu Ende.

Fotoquelle: ATV

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