Valentino Rossi durfte nicht an der Ducati-Pressekonferenz teilnehmen

MotoGP 2010

— 16.08.2010

Del Torchio: Rossi-Vertrag erst vor kurzem unterzeichnet

Ducati nahm bei einer Pressekonferenz in Brünn Stellung zur Verpflichtung von Superstar Valentino Rossi

Gestern wurde in Brünn endlich die Katze aus dem Sack gelassen und verkündet, was bereits länger vermutet wurde. Valentino Rossi wird in der nächsten Saison für Ducati fahren. Der "Doctor" unterschrieb beim italienischen Werksteam einen Vertrag über zwei Jahre. Ducati lud nach Rossis Bekanntgabe zu einer Pressekonferenz ein. Der Italiener durfte daran aber nicht teilnehmen, das ließ Noch-Arbeitgeber Yamaha nicht zu.

Am Rednerpult nahmen deshalb Ducati-Präsident Gabriele del Torchio und Teammanager Vittoriano Guareschi Platz. Der Präsident konnte seine Freude über Rossis Zusage nicht verbergen. "Ich bin sehr froh über Valentinos Entscheidung. Ich glaube, sie hat mit dem guten Verhältnis zwischen Rossi und unserem General Manager Filippo Preziosi zu tun", so Del Torchio, laut dem sich der Deal bereits vor Monaten angebahnt hat: "Im Juli haben wir dann grundsätzlich entschieden, dass wir zusammenarbeiten werden, aber der Vertrag wurde erst vor ein paar Tagen unterschrieben."

Rossis Vertrag ist im übrigen nicht mit einer Verlängerungsoption ausgestattet. "Wir haben noch keine Pläne für die Zeit nach den zwei Jahren. Das hängt davon ab, was bis dahin geschieht", meint der Präsident. Über das Gehalt, das Rossi angeblich zum bestverdienenden italienischen Sportler macht, hüllt er den Mantel des Schweigens. Die Bonomi-Familie, die Hauptanteilseigner von Ducati ist, dürfte aber dementsprechend investiert haben. Zudem bahnt sich ein Sponsorendeal mit Fiat an. "Sie haben ihre Vorstellungen noch nicht offengelegt. Das werden sie aber in den kommenden Wochen machen", glaubt Del Torchio.

Er verschweigt aber nicht, dass Ducati in sein MotoGP-Team "mehr als in der Vergangenheit investieren wird". Ob Rossi auch gleich seine Crew rund um Jerry Burgess zu den Roten mitnimmt, ist noch nicht fixiert. "Es ist auch zum großen Teil Valentinos Entscheidung. Im Moment haben wir nur mit ihm eine Vereinbarung", erklärt der Ducati-Präsident. Den Gewinn der Weltmeisterschaft bezeichnet er als "Traumziel". Einen Zeitplan, bis wann dies erreicht werden soll, gibt es aber nicht.

Guareschi ist überzeugt, dass sich "das Motorrad wegen Valentino sicher verbessern wird. Rossi hat bei Honda und Yamaha viel Erfahrung gesammelt. Es ist sicher auch für Ducati wichtig, einen solchen Fahrer zu haben." Auf die Entwicklung des Motorrades für die neue Saison wird der "Doctor" aber noch keinen Einfluss nehmen können. "Er wird erst das 2012er-Motorrad komplett mitentwickeln, da die 2011er-Maschine bereits zum Saisonende fertig ist", erklärt Del Torchio.

Erhält Rossi Freigabe für November-Testfahrten?

Zudem fehlt von Yamaha noch die Freigabe, dass Rossi die Testfahrten im November in Valencia nach dem Grand Prix bereits auf der Ducati bestreitet. "Diese Entscheidung liegt nicht in unseren Händen, aber wir erwarten von Yamaha, dass sie ihn am Ende des Jahres gehen lassen werden", so der Ducati-Präsident und fügt hinzu: "Das Einzige, das ich in dem Zusammenhang sagen kann, ist, dass wir das mit Casey Stoner machen werden. Er erhält nach dem letzten Rennen in Valencia die Freigabe, um für Honda zu testen."

Bis jetzt hat Ducati aber nur Rossi für die kommende Saison unter Vertrag. "Wir werden natürlich einen zweiten Piloten haben. Wir führen derzeit Gespräche mit Nicky Hayden und ich bin zuversichtlich, dass wir eine Übereinkunft treffen werden. Noch ist aber nichts unterschrieben", so Del Torchio, der Rossi nicht als Nummer-eins-Piloten einstufen will: "Wir werden unsere Fahrer gleich behandeln." Rossi wird es zudem erlaubt werden mit Speziallackierungen anzutreten. "Das werden wir aber noch absprechen, aber wir werden unsere rote Farbe sicher nicht aufgeben", meint der Ducati-Präsident.

Fotoquelle: Yamaha

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