Jorge Lorenzo hat beim Brünn-Test bereits den Prototypen für 2011 getestet

MotoGP 2010

— 17.08.2010

Spies & Lorenzo mit neuem Yamaha-Prototypen glücklich

Ben Spies und Jorge Lorenzo zeigten sich mit dem Potenzial der 2011er-Yamaha zufrieden - Der Spanier äußerte sich auch über den verbesserten Motor

Beim Testtag in Brünn wurden die ersten Weichen für die Zukunft gestellt. Yamaha brachte die erste Version des Prototypen für 2011 an die tschechische Strecke. Da Superstar Valentino Rossi im nächsten Jahr für Ducati fahren wird, durfte er keinen Einblick in die neue Entwicklung geben. Somit testete WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo die neue Maschine. Auch Superbike-Weltmeister Ben Spies durfte die neue M1 probieren. Außerdem wurden neue Motorkomponenten getestet, die wahrscheinlich noch in dieser Saison zum Einsatz kommen werden.

Der US-Amerikaner absolvierte 36 Runden auf der neuen Maschine und drehte die sechstbeste Rundenzeit des Tages. An der neuen M1 wurden hauptsächlich Detailverbesserungen vorgenommen, da die existierende Maschine ohnehin extrem konkurrenzfähig ist. Es wurde ein neuer Reihenvierzylinder ausprobiert, bei dem die Beschleunigung etwas sanfter und die Endgeschwindigkeit höher sein soll. Im Gesamten soll es mehr Kraft bieten. Das Chassis wurde härter gemacht, damit sich das Motorrad beim bremsen stabiler verhält.

Verglichen mit seiner besten Runde während des Rennens war Spies um eine halbe Sekunde schneller. "Ich kann nicht viel über das neue Motorrad sagen. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht so sicher, womit ich überhaupt gefahren bin", wird Spies von 'Motorcycle News' zitiert. "Ich bin einfach aufgestiegen und bin mit dem gefahren, was mir zur Verfügung gestellt wurde."

"Ich bin keine schnellen Runden gefahren, dann das war gar nicht das Ziel. Es ging darum, Daten zu sammeln und den Ingenieuren Feedback zu geben. Das Gute ist, dass ich sofort das gleiche Tempo fahren konnte, wie mit meiner Maschine, die ich seit Februar habe. Das ist sehr positiv, denn es gibt noch viel zu arbeiten. Wir haben viele Informationen gesammelt. Es war also ein produktiver Tag." Es ist noch nicht fix, dass Spies im nächsten Jahr neben Lorenzo im Werksteam fahren wird, doch eine Verkündung des Wechsels wird für Indianapolis erwartet.

Auch Lorenzo war von der Fahrbarkeit der neuen M1 begeistert. "Das neue Bike scheint nicht schlechter zu sein, als das aktuelle, denn die Rundenzeiten sind schon sehr gut. Ich habe mich schnell an die neue Maschine gewöhnt. In einigen Runden war ich an den aktuellen Zeiten schon knapp dran. Das Motorrad ist nicht komplett anders, aber wir haben einige gute Lösungen gefunden."

"Das neue Chassis ist nicht viel besser. Es hat Vor- und Nachteile und wir wissen nicht genau, ob es besser oder schlechter ist", beschreibt Lorenzo. "Das Chassis fühlt sich beim Bremsvorgang stabiler an, denn das Hinterrad bleibt mehr am Boden. Am Kurvenausgang fühlt es sich aber deutlich schlechter an."

Neben dem Prototypen für 2011 hat Yamaha auch an dem aktuellen Motor gearbeitet. Die Japaner erhoffen sich bei den Verbesserungen mehr Kraft in hohen Drehzahlbereichen. Im Anschluss an die Tests zeigten sich die Ingenieure trotz gestiegener PS-Zahlen zufrieden mit der Haltbarkeit des Aggregats. Es wird erwartet, dass diese Ausbaustufe gegen Saisonende noch zum Einsatz kommen wird.

"Vielleicht setzen wir ihn ein, es hängt von den Daten des Prüfstandes ab", meint Lorenzo. "Er scheint mehr Leistung zu haben, aber es ist kein großer Unterschied. Wenn sich Yamaha für den neuen Motor entscheidet, dann tun sie das, weil sie sich sicher sind, dass es kein Risiko ist. Japaner sind sehr vorsichtig. Wenn sie uns den Motor geben, dann weil er in Ordnung ist." Der WM-Dominator hat außerdem noch eine neue Öhlins-Gabel getestet. "Ich mag sie noch nicht wirklich, aber vielleicht probieren wir sie noch einmal aus."

Fotoquelle: xpb.cc

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