Davide Brivio und Valentino Rossi haben in sieben gemeinsamen Jahren viel erlebt

MotoGP 2010

— 17.08.2010

Brivio: Emotionaler Abschied von Rossi

Davide Brivio muss den Abschied von Valentino Rossi hinnehmen - Für den Yamaha-Teammanager geht eine erfolgreiche und emotionale Ära zu Ende

Jede Ära geht einmal zu Ende. Am 7. November wird Valentino Rossi zum letzten Mal mit einer Yamaha ein MotoGP-Rennen in Angriff nehmen. Die vergangenen sieben Jahre hatten Höhen und Tiefen zu bieten, wobei die Erfolge überwiegen. Die Partnerschaft fing gleich mit dem spektakulären Sieg in Welkom im ersten Rennen an und bescherte zwei WM-Titel. Dann folgten zwei Niederlagen gegen Nicky Hayden und Casey Stoner. Yamaha und Rossi schlugen zurück und eroberten zwei weitere Titel. In der laufenden Saison dann der Beinbruch und das schnelle Comeback.

Die gemeinsamen Jahre sind auch für Teammanager Davide Brivio mit vielen Emotionen verbunden. "Es ist schade, dass Valentino und Yamaha im kommenden Jahr nicht zusammen sein werden. Aber wir haben noch acht Rennen und wir werden alles geben, damit wir noch einige Siege feiern können. Wir wollen diese fantastische Partnerschaft so gut wie nur möglich beenden. Es ist traurig, aber so ist das Leben", wird Brivio von 'MotoGP.com' zitiert.

Vor Rossis Ankunft im Jahr 2004 hatte Yamaha eine schwere Zeit durchgemacht. Der letzte Titelgewinn lag bereits lange zurück. Wayne Rainey gewann 1992 die 500er-Klasse und stürzte im Jahr darauf auf dem Weg zu seinem vierten Titel in Folge schwer. Seither sitzt der US-Amerikaner im Rollstuhl, lässt sich aber gerne blicken, wie beispielsweise am Siegerpodest in Laguna Seca. Die lange Durststrecke für den japanischen Hersteller endete erst ein Jahrzehnt später. Rossi wird immer Teil der Yamaha-Geschichte bleiben.

"Als Valentino zu Yamaha kam, hatten wir in der Vorsaison keinen einzigen Podestplatz geschafft. Plötzlich haben wir die Weltmeisterschaft gewonnen", erinnert sich Brivio. "2005 haben wir dann praktisch alles gewonnen. Er war sehr wichtig, denn er gab den Ingenieuren sehr gutes Feedback und konnte das Motorrad weiterentwickeln. Natürlich haben die Yamaha-Ingenieure seine Ideen auch sehr gut umgesetzt."

"Speziell zu Beginn der Partnerschaft war es sehr speziell, denn unsere Leistung änderte sich schlagartig. Wir haben 12 Jahre lang nichts gewonnen und mit Valentino haben wir plötzlich dominiert." Wie wichtig es ist zwei starke Fahrer im Team zu haben, zeigt die laufende Saison. Rossi fiel erstmals in seiner Karriere verletzungsbedingt aus, aber Teamkollege Jorge Lorenzo dominiert die Rennen fast nach belieben.

Bei den Testfahrten in Brünn wurde Rossi erstmals nicht in die Geheimnisse der neuen M1 eingeweiht. Yamaha muss künftig auf das Feedback von Lorenzo und Ben Spies vertrauen. Dabei wurde auch eine neue Motorenkonfiguration getestet, die gegen Saisonende zum Einsatz kommen wird - wahrscheinlich auch an Rossis Maschine.

"Yamaha wird den Motor vorbereiten, damit er beim Saisonfinale eingesetzt werden kann", bestätigt Brivio. "Der Testtag in Brünn war auch wichtig, um die Probleme an Valentinos Maschine während des Rennens zu lösen. Wir haben gegen Mittag auch etwas brauchbares gefunden. Das ist eine gute Basis für die kommenden Rennen."

Der Regenabbruch verhinderte weitere Probefahrten, denn Yamaha wollte noch einen neuen Vorderreifen von Bridgestone testen. "Es war leider nicht genug Zeit, aber besser als nichts. Wir mussten die Probleme vom Rennsonntag lösen", sagt der Teammanager.

Fotoquelle: Yamaha

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