Valentino Rossi: Sein Wechsel zu Ducati wirft bereits einige Schatten voraus...

MotoGP 2010

— 23.08.2010

Zeelenberg: Rossi wird fehlen

Jorge Lorenzos Teammanager bei Yamaha, Wilco Zeelenberg, spricht über den Wechsel von Valentino Rossi: Der "Doktor" wird dem Team fehlen

Nach der offiziellen Bekanntgabe von Valentino Rossis Wechsel zu Ducati hat man bei Yamaha schnell gehandelt: Ben Spies wird den bald freien Platz im Werksteam einnehmen und der Verbleib von Jorge Lorenzo ist auch schon längst beschlossene Sache. Dass die beiden Ausnahmekönner die Aufmerksamkeit derart auf das Team lenken können, wie es zu Zeiten des neunfachen Champions Rossi der Fall war, glaubt Wilco Zeelenberg nicht so recht.

"Vom technischen Standpunkt her betrachtet, denke ich, dass es durch den Wechsel zu keinen großen Auswirkungen kommen wird", so der erfahrene Teammanager aus den Niederlanden. "Im Fahrerlager wird sich aber ganz bestimmt etwas ändern. Valentino ist eine Legende. Durch ihn haben wir sehr viel Aufmerksamkeit genossen. Zum einem wegen seiner Erfolge. Er ist neunfacher Weltmeister und hat 104 Grands Prix gewonnen."

"Sein Charakter hat ihn zu einem Idol gemacht. Er ist eine ganz besondere Person. Deswegen wird das Team einiges an Aufmerksamkeit einbüßen", vermutet Zeelenberg. "Ganz klar: Wir müssen alles unternehmen, um auch in Zukunft diese Resultate zu erzielen", so der Yamaha-Teammanager weiter. "Aber so wie es momentan läuft, sollten wir das auch schaffen. Jorge fährt auf einem ganz hohen Niveau. Er kann jeden schlagen."

"Aber wenn man die Ergebnisse über die vergangenen Jahre betrachtet, werden wir sicher einiges an medialer Aufmerksamkeit und dergleichen verlieren. Eben dies hat sich Ducati einiges kosten lassen. Letztendlich ist die Stimmung bei Yamaha schon etwas betrübt und wir sind auch traurig darüber, dass uns Valentino verlassen wird. Seine Entscheidung müssen wir aber respektieren", meint Zeelenberg.

Der Yamaha-Sprecher vertritt darüber hinaus die Ansicht, dass der Positionswechsel von Masao Furusawa keine weitreichenden Folgen für das Werksteam haben wird: "Soviel ich weiß, wird Furusawa-San noch sechs Monate in seiner jetzigen Funktion bei Yamaha tätig sein", erläutert Zeelenberg. "Er wird Yamaha auch danach nicht verlassen, sondern dem Werksteam in irgendeiner Rolle als Consultant zur Verfügung stehen."

Grundsätzlich müsse man sich deswegen keine Sorgen machen. "Solche Positionswechsel sind in Japan eigentlich an der Tagesordnung", gibt Zeelenberg abschließend zu Protokoll. "Für uns ist es aber wichtig zu wissen, dass wir Herrn Furusawa immer um sein Feedback fragen können. Und er hat auch schon angedeutet, dass er - wo immer er es kann - den Rennsport mit seiner Erfahrung auch weiterhin unterstützen wird."

Fotoquelle: Yamaha

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