Der Vertrag von Indianapolis läuft aus, wird aber wahrscheinlich verlängert

MotoGP 2010

— 26.08.2010

Indianapolis hofft auf weitere MotoGP-Gastspiele

Indianapolis hat noch keinen MotoGP-Vertrag für 2011, doch man ist zuversichtlich, dass es bald eine Einigung gibt - Wirtschaftskrise sorgt für Zuschauerrückgang

Am kommenden Sonntag findet zum dritten Mal ein MotoGP-Grand-Prix auf dem Indianapolis Motor Speedway IMS statt - und die Streckenbetreiber hoffen, dass es nicht der Letzte sein wird. Der Drei-Jahres-Vertrag mit der Dorna läuft aus, derzeit laufen mit dem Rechteinhaber Gespräche über eine Verlängerung. Und es ist gut möglich, dass noch an diesem Wochenende eine Einigung bekanntgegeben wird.

"Wir haben den Vertrag für 2011 noch nicht unterschrieben, aber ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen eine Einigung erzielen können", wird IMS-Chef Jeff Belskus vom 'Indianapolis Star' zitiert. "Es gibt noch ein paar ungeklärte Details, aber ich denke, dass wir hier Lösungen finden werden."

Eine Sorge der Streckenbetreiber ist der erwartete Zuschauerrückgang. Der "Brickyard" bekommt die Finanzkrise zu spüren. Wie schon für das 400-Meilen-NASCAR-Rennen im Juli wurden für die MotoGP die Ticketpreise gesenkt, in der Hoffnung, trotz der schlechten Wirtschaftslage mehr Fans an die Strecke locken zu können. Aber da schon beim NASCAR-Rennen 110.000 Plätze frei blieben, rechnet Belskus damit, dass sich die Krise auch beim Motorrad-Grand-Prix bemerkbar machen wird.

"Wir haben das eingeplant", sagt der Streckenchef. "Hoffentlich werden wir angenehm überrascht, und der Einfluss wird geringer sein als gedacht. Die Wirtschaft hat Einfluss auf viele Dinge. Aber das ist eine wesentlich kleinere Veranstaltung als unsere anderen Rennen, von daher werden die Auswirkungen weniger zu sehen sein." 2008 kamen am Rennsonntag 91.064 Fans, im vergangenen Jahr waren es 75.130. Über alle drei Tage gesehen kamen 2009 146.680 Zuschauer zur MotoGP an den "Brickyard", 27.372 weniger als im Jahr zuvor.

"Es hängt davon ab, wieviel Spaß und Unterhaltung die Leute haben", weiß Belskus. "Manche Dinge können wir kontrollieren, andere nicht, zum Beispiel das Wetter. Ich hoffe, dass es gut sein wird." 2008 tobte am Rennsonntag Hurrikan Ike über der Strecke, doch in diesem Jahr soll es das ganze Wochenende über heiß und sonnig sein.

Zusätzlich zum guten Wetter könnten Erfolge der US-Lokalhelden die Zuschauer nach Indianapolis locken. So rührt Ducati-Pilot Nicky Hayden die Werbetrommel für das Rennen. Er war in Indy bisher gut unterwegs: 2008 wurde er Zweiter, im vergangenen Jahr Dritter. Und Tech-3-Neuzugang Ben Spies ist ebenfalls ein Star, der die Fans anziehen könnte.

"Die Leistungen von Nicky Hayden und Ben Spies können dieser Veranstaltung wirklich helfen", sagt auch der frühere 500er-Weltmeister Kevin Schwantz. "Ich kann nur jedem raten, in diesem Jahr hierher zu kommen. Denn ich denke, dass wir zum ersten Mal seit langer Zeit erleben werden, wie ein US-Amerikaner einen Amerikanischen Grand Prix gewinnt." Der Letzte, dem das gelang, war Hayden 2006 in Laguna Seca.

Fotoquelle: IMS

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