Weltmeister Valentino Rossi ist seit Jahren das große Zugpferd der MotoGP

MotoGP 2010

— 26.08.2010

Die MotoGP generiert jährlich 210 Millionen Euro

Die MotoGP ist eine teure, aber sehr populäre Weltmeisterschaft - Ein Blick auf die Zahlen, die bei den schnellsten Motorrädern der Welt im Spiel sind

MotoGP kostt, wie alle anderen Formen des Motorsports, viel Geld und jemand muss dafür bezahlen. Die Frage ist, wie viel MotoGP wirklich kostet und wie viel Geld die Königsklasse generiert. Die Zahlen sind beeindruckend, aber bei genauerer Betrachtung liegt noch viel Potenzial brach, das in der Zukunft ausgeschöpft werden kann.

Die Dorna Sports SL hält die kommerziellen Rechte an der Königsklasse. Nicht nur auf dem Sachsenring sind die Tribünen voll. Das zeigt, dass der Sport weltweit sehr populär ist. Das große Geld wird aber nicht über Eintrittskarten generiert, sondern über das Fernsehen. In Europa beispielsweise wollte die Dorna nicht mehr, dass ein überregionaler Partner (Eurosport) die Rennen überträgt, sondern dass in jedem Land eine heimische TV-Station die Übertragungsrechte besitzt. Somit konnte die Dorna die Rechte an mehrere Stationen verkaufen und nicht nur an eine einzige.

Spanien und Italien sind immer noch die wichtigsten Märkte. Das reflektiert auch das Geschehen auf der Strecke. Die Titel in allen drei Klassen werden wahrscheinlich auf die iberische Halbinsel gehen. Mit Valentino Rossi und Ducati hat Italien auch zwei sehr große Identifikationspunkte. Laut Informationen von 'GPOne.com' hat die Dorna im Jahr 2009 einen Umsatz von 168 Millionen Euro generiert, 2010 werden um die 210 Millionen Euro erwartet. Aus diesem Einkommen erwartet die Dorna einen Profit von fünf bis acht Millionen Euro.

Das meiste Geld kommt aus dem Verkauf der TV-Rechte. Ein riskanter Zug, denn das Internet wächst weiter und weiter und drängt auch in die klassischen Vertriebswege ein. Laut der offiziellen Zahlen erreicht die MotoGP ein weltweites Publikum von 300 Millionen Menschen. Das ist ungefähr die Hälfte der Formel 1, die rund 600 Millionen Menschen erreicht. Wenn man aber die Einkünfte der beiden Serien vergleicht, schneidet die MotoGP schlecht ab.

Während die Motorräder 200 Millionen Euro generieren, sind es bei der Formel 1 ungefähr 780 Millionen. Mit anderen Worten, die Formel 1 holt aus der doppelten Zuschauerzahl die vierfache Summe heraus. Besorgniserregender ist aber der Profit. Gegenüber den fünf Millionen der Dorna, hat die FOA einen Gewinn von 330 Millionen Euro geschrieben, also 66 Mal mehr, als die MotoGP.

Dorna Sports SL hat sich um 580 Millionen Euro Anteile an der CVC (der Firma, der die FOA gehört) gekauft. Die fünf bis acht Millionen Euro, die die MotoGP derzeit generiert, sind nicht der beste Ertrag für diese hohe Summe. Der Wechsel von Valentino Rossi zu Ducati konnte zu keiner besseren Zeit kommen. Die Dorna hat den Wechsel unterstützt, auch weil Rossis erste Rennen auf der roten Maschine davon ablenken kann, dass auch im nächsten Jahr wahrscheinlich nur 18 Maschinen in der Startaufstellung stehen werden. Anhand dieser Zahlen ist klar, dass die MotoGP viel mehr aus dem Potenzial holen kann.

Fotoquelle: Yamaha

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