Jorge Lorenzo will in Indy gewinnen, aber nicht um jeden Preis

MotoGP 2010

— 27.08.2010

Lorenzo: Mit Köpfchen über den Brickyard

Jorge Lorenzo will in Indianapolis mit Blick auf den Titelkampf nicht zu viel riskieren - Vertragsverlängerung bei Yamaha wird "hoffentlich sehr bald erfolgen"

Sieben Siege hat Jorge Lorenzo in dieser Saison eingefahren - und nun macht er sich auf, auch den Indianapolis Motor Speedway wieder zum "Lorenzo-Land" zu machen. Dort hat er bereits im vergangenen Jahr gewonnen. An diesem Wochenende peilt er wieder den Indy-Sieg an - aber nicht um jeden Preis.

"Natürlich will ich gewinnen. Niemand auf dieser Welt will verlieren oder schlechte Ergebnisse holen", sagt der Yamaha-Pilot. Aber im Titelkampf zählen für den Spitzenreiter Punkte noch mehr als Siege: "Es besteht die Gefahr, ein Rennen zu verlieren und keine Punkte zu holen. Jeder weiß, was passieren kann, wenn man stürzt. Vielleicht passiert nichts, aber man kann sich auch verletzen. Deshalb ist es besser, nicht zu viel zu riskieren und auf dem Bike zu bleiben."

Grundsätzlich ist der Mallorquiner vor dem Rennwochenende in Indianapolis aber bester Dinge: "Ich bin sehr gut in Form. In dieser Saison läuft einfach alles so gut. Und ich liebe diese Strecke. 2008, als es stark geregnet hat und die Bedingungen wirklich schlecht waren, habe ich hier das erste Regenpodium meiner Karriere geholt. Und im vergangenen Jahr habe ich hier gewinnen. Ich finde es sehr positiv, dass die MotoGP hier in Amerika fährt und ich freue mich darüber."

Zudem sei der Indianapolis Motor Speedway ohnehin eine ganz besondere Strecke: "Sie hat eine lange Geschichte und es gab hier in der Vergangenheit schon viele Rennen. Wir hoffen, dass wir hier noch viele Jahre lang fahren werden, aber ich weiß nicht, ob das der Fall sein wird." Der Vertrag des IMS mit der Dorna läuft nach dieser Saison aus. Gespräche über eine Verlängerung laufen aber.

Über Lorenzos persönliche Zukunft dürfte auch in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen. Er habe die Vertragsverlängerung bei Yamaha zwar noch nicht unterschrieben, "aber wir hoffen alle, dass das sehr bald erfolgen wird." Den Wechsel seines Noch-Teamkollegen Valentino Rossi zu Ducati bezeichnet der Spanier als "interessant": "Das ist eine große Herausforderung für ihn und für Ducati. Auf alle Fälle hoffen wir alle, dass die Meisterschaft im nächsten Jahr interessanter sein wird."

Fotoquelle: Bridgestone

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