Casey Stoner: Erst P17, dann Sturz, dann in letzter Sekunde noch die Bestzeit

MotoGP 2010

— 28.08.2010

Stoner mit Bestzeit in letzter Sekunde

Casey Stoner kam im zweiten Freien Training nur schwer in Tritt und stürzte, holte dann aber die Bestzeit vor dem Honda-Duo - Valentino Rossi nach Sturz nur Neunter

In den Sekunden nach dem Schwenken der karierten Flagge wurde es noch einmal richtig spannend im zweiten Freien Training der MotoGP auf dem Indianapolis Motor Speedway. Als die Session offiziell beendet war, lag noch Honda-Werkspilot Andrea Dovizioso an der Tabellenspitze. Doch sein Teamkollege Dani Pedrosa und Ducati-Pilot Casey Stoner lieferten sich in den letzten Sekunden noch eine Jagd nach der Bestzeit.

Zunächst war Pedrosa um 43 Tausendstelsekunden knapp schneller als Dovizioso, dann aber setzte sich mit seinem letzten Versuch Stoner an die Spitze. Sein Vorsprung auf Pedrosa betrug 58 Tausendstelsekunden. Dovizioso war auf den dritten Platz zurückgefallen. WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Yamaha), der das Klassement bis sechs Minuten vor Schluss angeführt hatte, belegte am Ende mit über drei Zehntelsekunden den vierten Platz.

Mit der Bestzeit fand das Training für Stoner ein versöhnliches Ende. Denn die erste Hälfte der einstündigen Session war so gar nicht nach dem Geschmack des Australiers verlaufen. Zunächst reichten seine Zeiten nur für den 17. und letzten Platz. Entsprechend sauer war Stoner. Nach einer halben Stunde konnte er sich immerhin schon auf Platz drei verbessern, doch nur eine Runde später landete er unsanft im Kiesbett.

Stoner hatte wie viele andere Probleme mit den Bodenwellen in den Kurven zehn und elf. Das Vorderrad seiner Ducati rutschte weg, Stoner stürzte und humpelte aus dem Kiesbett, während seine Maschine von Helfern geborgen wurde. In der Ducati-Box wurde unter Hochdruck die Ersatzmaschine vorbereitet. Mit ihr gelang dem Australier dann am Schluss noch die Bestzeit.

Sein Teamkollege Nicky Hayden kam heute ebenfalls nicht ganz so gut zurecht wie gestern. Der Lokalmatador belegte mit über einer halben Sekunde Rückstand den fünften Platz vor einem Landsmann Ben Spies (Tech 3). Gresini-Rookie Marco Simoncelli gelang ein guter siebter Platz vor Spies' Teamkollegen Colin Edwards.

Yamaha-Weltmeister Valentino Rossi hatte auch in diesem Training Schwierigkeiten. Der Italiener ist weiter auf der Suche nach Grip und bezahlte den Ritt über die Bodenwellen wie Stoner mit einem Sturz. Bei Rossi rutschte zunächst das Hinterrad weg, das Vorderrad zog dann mit. Der "Doktor" hatte aber noch Glück, dass sich daraus kein Highsider entwickelte - nachdem Helfer seine M1 wieder aufgestellt hatten, konnte er weiter fahren. Mehr als Platz neun war für den Superstar aber nicht drin.

Pramac-Rookie Aleix Espargaró komplettierte die Top 10 vor Aspar-Pilot Héctor Barberá. Dieser war der dritte Pilot, der auf den Bodenwellen in Kurve zehn und elf stürzte.

Fotoquelle: IMS

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