Dani Pedrosa war in Indy nicht zu stoppen: Saisonsieg Nummer drei!

MotoGP 2010

— 29.08.2010

Pedrosa fliegt zum Indy-Sieg!

Dani Pedrosa siegt nach perfekten Rennen, Ben Spies holt als Zweiter sein bestes MotoGP-Ergebnis, Jorge Lorenzo wird Dritter vor Valentino Rossi - Drei Stürze

Weder Jorge Lorenzo noch Lokalmatador Ben Spies dürfen heute in Indianapolis die ganz große Party starten, sondern Dani Pedrosa: Der Honda-Spanier fuhr auf dem tückischen Brickyard ein perfektes Rennen und holte ungefährdet mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung seinen dritten Saisonsieg. Das ist eine Premiere: Zum ersten Mal in seiner Karriere konnte Pedrosa damit mehr als zwei Rennen pro Saison gewinnen. Den Siegerpokal bekam er von Juan-Pablo Montoya überreicht.

Lokalheld Spies (Tech-3-Yamaha) konnte sich seinem Traum vom ersten MotoGP-Sieg auf heimischem Terrain zwar nicht erfüllen, wurde aber von TV-Star Jay Leno als Zweiter abgewinkt und holte damit sein bisher bestes Ergebnis in der MotoGP. WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo wurde Dritter. Auch das ist eine Premiere: Zum ersten Mal in dieser Saison konnte der Yamaha-Pilot nicht in die Top 2 fahren. In der Gesamtwertung hat Lorenzo aber immer noch den komfortablen Vorsprung von 68 Punkten auf Pedrosa.

Yamaha-Weltmeister Valentino Rossi beendete ein schwieriges Indy-Wochenende auf einem versöhnlichen vierten Platz vor Honda-Pilot Andrea Dovizioso. Ducati-Pilot Nicky Hayden hatte große Probleme, weil sich sein linker Knieschleifer löste, konnte aber noch den sechsten Platz retten. Gresini-Rookie Marco Simoncelli konnte seinen siebten Platz bis ins Ziel gegen Suzuki-Neuling Alvaró Bautista verteidigen. Der Spanier wurde Neunter vor Aleix Espargaró (Pramac).

Suzuki-Pilot Loris Capirossi wurde knapp vor dem Ziel noch von Héctor Barberá (Aspar) vom zehnten auf den elften Platz verdrängt, Hiroshi Aoyama (Interwetten) und Randy de Puniet (LCR) konnten das Rennen ebenfalls beenden. Vier Piloten kamen nicht ins Ziel: Marco Melandri (Gresini), Casey Stoner (Ducati) und Mika Kallio (Pramac) stürzten auf den tückischen Bodenwellen. Spies' Tech-3-Teamkollege Colin Edwards hatte mit harten Reifen die falsche Wahl getroffen und hatte hinten keinerlei Grip. Der US-Amerikaner steuerte zunächst die Box an und wechselte auf einen weichen Hinterreifen, doch kurze Zeit später gab er endgültig enttäuscht auf.

Lokalheld Spies hatte von der Pole-Position weg einen perfekten Start und konnte dem Feld zunächst ein bisschen davon ziehen. Auch Dovizioso kam richtig gut weg und katapultierte sich gleich auf den zweiten Platz vor Hayden. Pedrosa lag nach dem Start auf dem vierten Platz, Lorenzo hatte einen schlechten Start und fand sich auf Rang fünf wieder, direkt vor seinem Noch-Teamkollegen Rossi.

Schon in der zweiten Runde begann Lorenzo Druck auf Pedrosa zu machen. Doch der Honda-Pilot und spätere Sieger konzentrierte sich bereits nach vorn, nutzte die Probleme von Hayden und verdrängte diesen vom dritten Platz. Kurz darauf kam auch Lorenzo an Hayden vorbei, der mit seinem sich lösenden Knieschleifer kämpfte. In dieser zweiten Runde kam auch das Aus für Melandri.

Kurze Zeit später konnte Pedrosa auch seinen Teamkollegen Dovizioso überholen. Von da ab startete er seine Jagd nach dem Sieg. Der Spanier fuhr eine schnellste Rundenzeit nach der anderen und holte immer mehr auf den zu diesem Zeitpunkt noch Führenden Spies auf. In Runde sieben war es soweit: Pedrosa überholte den US-Boy und übernahm die Spitze. Bis zum Ziel baute er seinen Vorsprung immer weiter aus und ließ sich seinen Sieg nicht mehr nehmen. Spies konnte auch nicht mehr viel Gegenwehr leisten, er hatte zu viel mit seinen aufbauenden weichen Reifen und den Bodenwellen zu kämpfen.

In Runde acht stürzte Stoner auf Platz sieben liegend. In Kurve elf war ihm auf den Bodenwellen das Vorderrad ausgebrochen. Dabei brach sein Lenker und der Ducati-Pilot musste aufgeben. Es war Stoners zweiter Crash an diesem Wochenende. Er konnte nie ein richtig gutes Gefühl für sein Vorderrad entwickeln.

Eingangs der elften Runde konnte sich Lorenzo auf einen Podiumsplatz zurückarbeiten. Er überholte Dovizioso, übernahm den dritten Platz und machte Jagd auf Spies. Von hinten rückte auch Rossi näher an die Top 4 heran. Eine Runde später konnte er Dovizioso ebenfalls überholen und war neuer Vierter. Pramac-Pilot Kallio schied unterdessen nach einem Sturz aus. In den letzten Runden blieb es dann bei den Positionen an der Spitze, die Abstände wurden immer größer, denn jeder versuchte nur noch, heil bis ins Ziel zu kommen.

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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