Dani Pedrosa war nach 28 harten und heißen Runden müde, aber glücklich

MotoGP 2010

— 30.08.2010

Honda: Pedrosa und Indy sind wieder versöhnt

Dani Pedrosa hat mit seinem Sieg seinen Indy-Sturz vom vergangenen Jahr wettgemacht - Teamkollege Andrea Dovizioso ist mit seinem fünften Platz nicht zufrieden

Dani Pedrosa ist erschöpft, aber glücklich: Im Hitzerennen auf dem holprigen Indianapolis Motor Speedway holte sich der Honda-Werkspilot seinen dritten Saisonsieg. Auf der Strecke, auf der er im vergangenen Jahr einen ärgerlichen Sturz hatte, war Pedrosa diesmal nicht zu schlagen. Von Startplatz fünf aus übernahm er sofort Platz vier, nach wenigen Runden hatte er die Führung übernommen und kam schließlich mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf Ben Spies (Tech 3) ins Ziel.

"Ich bin über diesen Sieg wirklich glücklich. Wegen der Hitze war es heute besonders hart", berichtet Pedrosa. "Ich hatte keinen perfekten Start, aber bin recht schnell durch die ersten engen Kurven gekommen und blieb an der Spitzengruppe dran. Ich hatte einen guten Rhythmus. Und obwohl Spies gut unterwegs war, konnte ich auf ihn aufschließen und ihn schließlich auch überholen. Ich bin wirklich zufrieden mit der Performance meines Bikes, denn es war auf den Geraden schnell und hat auch in den Kurven gut funktioniert."

In den letzten Runden schien es fast so, also ob Pedrosa eine Spazierfahrt zum Sieg genießen könnte. Doch das war nicht ganz der Fall: "Es war schwer, bis zum Ende des Rennen sie Konzentration zu halten und am Schluss war ich wirklich müde", schildert der Spanier. "Aber ich bin sehr glücklich: Im vergangenen Jahr hatte ich hier gewinnen können, bin aber gestürzt. Das habe ich jetzt wieder wettgemacht. Es gab an diesem Wochenende viele Stürze und auch im Rennen war es leicht, einen Fehler zu machen. Man muss nur ein bisschen von der Linie abkommen und schon findet man sich auf dem Boden wieder. Vor allem gegen Rennende, wenn die Reifen abgefahren sind."

Pedrosa ist auch deshalb glücklich, weil er eine persönliche Premiere feiern konnte: Bisher konnte er es in keiner Saison auf mehr als zwei Siege bringen, nun hat er schon auf drei erhöht. "Wir machen einen guten Job und ich hoffe, dass wir am nächsten Wochenende in Misano so weitermachen können. Ich möchte dem Team und den Leuten um mich herum für diesen Sieg danken."

Teamkollege Andrea Dovizioso katapultierte sich gleich am Start vor auf den zweiten Platz, fiel dann aber im weiteren Rennverlauf immer weiter zurück und kam am Ende als Fünfter ins Ziel. Damit verbesserte er sich in der WM-Wertung auf den dritten Platz. "Ich bin von diesem Ergebnis enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erwartet", räumt Dovizioso ein. "Die Bedingungen waren heute wirklich kritisch. Der Asphalt hatte mehr als 50 Grad! Und deshalb mangelte es an Grip. Die Folge war, dass ich langsamer war als gestern."

"Ich hatte einen guten Start und eine Zeit lang waren wir dicht dran, um das Podium zu kämpfen. Aber dafür hatte ich im weiteren Rennverlauf nicht genug Speed", seufzt Dovizioso. "Dani war wirklich schnell, er war in der Kurvenmitte sehr schnell und sein Fahrstil hat heute den Unterschied ausgemacht. Für zwei Drittel des Rennens habe ich gedacht, dass ich um das Podium kämpfen könnte, aber dann war es schwierig für mich, mit den Spitzenjungs mitzuhalten. Ich sollte vielleicht schauen, wie ich meine Sitzposition und meinen Fahrstil verbessern kann. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen in Misano - und ich bin wieder Dritter in der Meisterschaft, das gibt genug Motivation."

Fotoquelle: Honda

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