Loris Capirossi konnte seinen Fans in Indy 2010 kein Top-10-Ergebnis schenken

MotoGP 2010

— 30.08.2010

Suzuki: Bautista überzeugt in Indy

MotoGP-Neuling Álvaro Bautista lieferte in den USA eine starke Leistung ab und wurde Achter, Loris Capirossi belegte nach einer Kollision Rang elf

Das Suzuki-Werksteam war in Indianapolis drauf und dran, beide Bikes in die Top 10 zu bringen, doch wenige Kilometer vor der Zielflagge wurde Loris Capirossi noch ein Opfer der Bemühungen von Héctor Barberá. Der spanische Aspar-Pilot ging in der Schlussphase des USA-Rennens etwas zu ungestüm vor und räumte Capirossi ab, sodass dieser nur als Elfter über die Linie fahren konnte.

Entsprechend zerknirscht gibt sich der italienische MotoGP-Routinier nach dem Rennen: "Manchmal vermittelt unser Bike ein ordentliches Gefühl, manchmal ist die GSV-R einfach nur schwer zu fahren. In Indy war es Letzteres und ich konnte kein Gefühl für die Front aufbauen. Dieses Problem hatte ich nun schon so oft in diesem Jahr. Hin und wieder stürzte ich sogar deswegen", sagt Capirossi.

"Es ist sehr schwierig, so das Limit zu finden, doch eine Lösung auszumachen ist nicht einfach. Im Rennen versuchte ich, meine Geschwindigkeit hoch zu halten. Ich war aber nicht so schnell, wie ich gerne sein wollte", meint der 37-Jährige. "Zum Schluss wagte ich einen Angriff auf Barberá. Ich überholte ihn, doch auf der letzten Runde hatte er eine etwas verrückte Linie und kollidierte mit mir."

Capirossi hadert mit dem Zwischenfall

"Dadurch wurde ich auf das Gras gedrückt und verlor den zehnten Platz. Ich bin etwas wütend darüber, denn das Bike zu fahren glich an diesem Wochenende einer Achterbahnfahrt", erläutert Capirossi. "Am Sonntag war es nicht gerade berauschend. Jeder im Team hat sein Bestes gegeben und das ist wichtig. Nun müssen wir weitermachen und sehen, was beim nächsten Mal passiert."

Teamkollege Bautista freut sich indes über den achten Rang und einige WM-Punkte: "Es war ein sehr hartes und schwieriges Rennen. Die Hitze war so groß, dass man die Abwärme vom Bike und von der Rennstrecke regelrecht fühlen konnte", berichtet der Youngster. "Das machte das Rennen zu einer sehr kraftraubenden Angelegenheit. Für mich war es zugleich aber auch ein guter Test".

"Ich wollte sehen, ob mein Körper sich vollkommen regeneriert hatte. Ich fühlte mich stark - selbst bei der Zieldurchfahrt. Beim Start büßte ich einige Positionen ein, konnte ein paar andere Fahrer aber recht zügig wieder überholen. Ich lag hinter Kallio und entschied mich dazu, ihm zu folgen. Er hatte nämlich einen guten Rhythmus und ich wollte nicht alle meine Energie verbraten", so Bautista.

Bautista freut sich über acht WM-Punkte

"Wir liefen auf Simoncelli auf und ich wusste, dass ich schneller war als Kallio. Es war besser, ihn zu überholen und selbst auf die Jagd nach Simoncelli zu gehen. Ich machte zwei Stellen aus, auf denen ich an Simoncelli vorbeigehen konnte. Beide Möglichkeiten waren aber sehr riskant, weil diese Passagen überaus holprig waren. Ich versuchte es in Kurve zehn, doch es war zu gefährlich."

"Die Bodenwellen waren zu heftig", meint Bautista. "Ich wollte das Rennen unbedingt beenden, schließlich ist mir das nun schon eine lange Zeit nicht mehr gelungen. Ich beschloss das Rennen unterm Strich in den Top 10 und wir machten das gesamte Wochenende über einen guten Job. Am Morgen hatten wir noch eine Veränderung am Getriebe vorgenommen, was gut für mich funktionierte."

"Mit diesem Wochenende bin ich sehr zufrieden, denn das Team hat fantastische Arbeit geleistet. In der nächsten Woche haben wir ein weiteres Rennen und darauf freue ich mich nun schon", gibt der 25-Jährige abschließend zu Protokoll. Mit 48 Punkten rangiert Suzuki weiterhin auf dem vierten Platz der Konstrukteurswertung. Capirossi (41 Punkte) ist 13., Bautista (33) belegt den 15. Fahrerrang.

Fotoquelle: Suzuki

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