In Misano ist nicht nur für Dani Pedrosa der Sport zur Nebensache geworden

MotoGP 2010

— 05.09.2010

Bedrückte Stimmung auf dem MotoGP-Podium

Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und Valentino Rossi leiden natürlich mit den Fans und Angehörigen von Shoya Tomizawa, dessen tödlicher Unfall Misano überschattete

Die TV-Zuschauer wussten es schon vorher, die drei Podiumsanwärter der MotoGP erfuhren erst im Parc fermé vom Tod des Japaners Shoya Tomizawa, der im heutigen Moto2-Rennen tödlich verunglückt war. Die übliche Champagnerdusche fiel aus, wortlos nahmen die drei Bestplatzierten ihre Pokale entgegen und verschwanden wieder von der Bildfläche. Die Stimmung in der Pressekonferenz war natürlich sehr gedrückt, der Schock stand auch den MotoGP-Profis ins Gesicht geschrieben.

"Das Rennen war sehr gut, wir haben ein gutes Wochenende erwischt", überriss Dani Pedrosa kurz sein Rennen. "Es war unglaublich, vorne mit dabei zu sein. Aber das ist heute alles bedeutungslos, es ist ein trauriger Tag und wir sind alle sehr betrübt. Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass so etwas nicht mehr passiert und wir unseren Sport genießen können."

Jorge Lorenzo, der auf dem Podium ein gellendes Pfeifkonzert seitens der italienischen Fans über sich ergehen lassen musste, stieß ins gleiche Horn: "Wir sind ein gutes Rennen gefahren, wir waren schnell und Platz zwei ist ein sehr gutes Ergebnis. Aber wie Dani schon gesagt hat, heute ist ein sehr trauriger Tag, weil wir einen sehr starken Fahrer und eine tolle Persönlichkeit verloren haben. Ich kann leider nicht mehr sagen, tut mir leid."

Für Valentino Rossi, der als alter Hase schon einiges erlebt hatte, war es ebenfalls ein Tag zum Vergessen: "Das Podium ist natürlich eine tolle Sache für mein Team. Nicht nur die Position selber, sondern auch wie sie erzielt worden ist, weil ich mich gegen Rennende mit schnellen Zeiten zurückgemeldet hatte. Ich habe mich auf der Maschine sehr wohl gefühlt und bin froh, vor meinen Fans in Misano wieder auf dem Podium zu stehen. Wenn aber so etwas passiert, verkommt das Rennen zu nichts. Shoya war ein sehr lustiger Bursche und ein starker Fahrer. Heute leiden alle, der Unfall war schrecklich. Es gibt dazu nichts mehr zu sagen."

Fotoquelle: Honda

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