Dani Pedrosa freute sich nicht, sondern trauerte um Shoya Tomizawa

MotoGP 2010

— 06.09.2010

Pedrosa: "Der Sieg fühlt sich nach nichts an"

Dani Pedrosa konnte sich über seinen Sieg in Misano nicht freuen - Die Honda-Piloten denken an Shoya Tomizawa

Zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere gewann Dani Pedrosa am Sonntag zwei Rennen hintereinander. Doch Freude wollte bei dem Honda-Piloten angesichts des tödlichen Unfalls von Shoya Tomizawa nicht aufkommen - im Gegenteil. "Es gibt keine Worte dafür, wie ich mich nach diesem Sieg fühle - es fühlt sich nach nichts an", sagte Pedrosa.

"Ich bin sehr glücklich im Parc Fermé angekommen, aber ich habe sofort gespürt, dass die Stimmung unter meinen Mechanikern wirklich merkwürdig war, jeder war so ernst", fuhr Pedrosa fort. "Ich hatte noch meinen Helm auf, als sie mir von Tomizawa erzählten und ich konnte nicht reagieren. Es war ein großer Schock. Ich fragte dreimal nach, ob es stimmte, denn ich konnte es nicht glauben."

"Es ist so traurig. Schrecklich, solche Dinge sollten nie passieren", fand der Spanier, der Tomizawa in bester Erinnerung behalten wird. "Ich kann nur sagen, dass er ein sehr lustiger Kerl war, immer glücklich und am Witze machen. Als Fahrer hat er sich in sehr kurzer Zeit bei jedem Respekt erarbeitet. Er war schnell und mutig."

Nur eine Woche nach dem tödlichen Unfall des Nachwuchspiloten Peter Lenz wird die Grand-Prix-Szene von einem weiteren Todesfall erschüttert. "Zwei Fahrer innerhalb einer Woche zu verlieren, ist schrecklich", sagte Pedrosa. "Ich glaube, dass jeder in der Weltmeisterschaft im Moment so fühlt. Ich möchte der Familie mein Beileid aussprechen."

Pedrosa glaubt, dass Tomizawa bei dem starb, was er am liebsten tat. "Wenn man geboren wird, gibt einem das Leben die Chance, das zu tun, was man tun möchte. Tomi entschied sich, ein Rennfahrer zu sein und er war tatsächlich sehr gut. Ich möchte einfach glauben, dass er glücklich war, seinen Traum zu verwirklichen."

Andrea Dovizioso dachte nach dem Rennen ebenfalls nicht mehr an seinen vierten Platz. "Meine Gedanken sind bei Shoya", sagte der Italiener. "Ich wurde nach dem Rennen informiert und die Nachricht ist wie ein Schlag ins Gesicht. Zwei tragische Unfälle in zwei Rennen sind so schrecklich. Das erinnert uns daran, wie gefährlich unser Job ist."

"Die Sicherheitskommission hat die Sicherheitsstandards so sehr erhöht, dass wir diesen Aspekt häufig vergessen", gab Dovizioso zu. "Mir tut es für Tomizawas Familie leid. Ich bin selbst Vater geworden und kann nachvollziehen, dass dies das Schlimmste ist, was einer Familie passieren kann."

Fotoquelle: Bridgestone

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