Alessandro Cicognani mischt sich in die Fahrerwahl der Kundenteams nicht ein

MotoGP 2010

— 07.10.2010

Cicognani: Für 2011 bleibt es bei sechs Ducatis

Alessandro Cicognani kann die Fahrerbesetzung der Ducati-Teams bis auf das Pramac-Kundenteam bestätigen

Alessandro Cicognani übernahm zu Jahresbeginn die Rolle des MotoGP-Projektleiters bei Ducati. In dieser führenden Position weiß er natürlich auch sehr früh über die möglichen Fahrerbesetzungen im Werksteam und bei den Satelliten-Mannschaften Bescheid. Letztendlich obliegt aber die endgültige Entscheidung darüber in den Händen der Kunden-Teams.

"Was die Satelliten-Teams betrifft: Bezüglich deren Fahrerauswahl kann ich nur sagen, dass wir nicht in die endgültige Entscheidung mit einbezogen sind", erläutert der Italiener. "Wir steuern lediglich unsere Empfehlungen bei, aber letztendlich trifft der jeweilige Teambesitzer seine Entscheidung alleine. Soviel ich weiß ist bei Aspar Héctor Barbera bestätigt, und im neuen Abraham-Team Karel Jr. Nur bei Pramac ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen."

"Selbstverständlich kenne ich auch die Gerüchte um Max Neukirchner", so Cicognani weiter. "Ich habe gehört, dass es Gespräche über eine derartige Möglichkeit gibt. Aber mehr kann ich dazu auch nicht sagen, denn wie schon zuvor erwähnt, obliegt die Wahl der Piloten bei den Teams selbst. Nur so viel steht klipp und klar fest: Ducati wird kein zusätzliches Motorrad aufbauen. Es werden 2011 definitiv nur sechs Ducatis in der Startaufstellung stehen. Für Ducati ist diese Anzahl schon eine enorme Herausforderung. Aber wir sind bereit dafür, weil wir denken, das Potenzial dafür zu haben."

Für 2012, mit der Rückkehr zu den 1.000-cm³-Motoren, schließt er eine Erhöhung der Anzahl der Desmosedicis nicht aus. "Sechs Motorräder im Starterfeld zu haben, ist bereits eine beträchtliche Anzahl. Im Vergleich zu Honda, dem weltgrößten Hersteller, ist das schon recht beachtlich. Bei Honda betont man auch immer wieder, dass es schwierig sei, mehr MotoGP-Maschinen aufzubauen", sagt Cicognani.

Ab 2012 mehr als sechs Ducatis?

"Letztendlich ist es auch eine Frage des Supports. Mit mehr Motorrädern wird es zusehends schwieriger, eine gute Betreuung leisten zu können", fährt der Ducati-Mann fort. "Es liegt nicht nur an den Motorrädern selbst und an der Ersatzteilversorgung, sondern man braucht auch mehr Mitarbeiter, um den Aufwand bewerkstelligen zu können. Wir stellen ja den Teams einen Chefingenieur, einen Elektronik-Spezialisten und einen Ersatzteil-Manager zur Verfügung. Für 2012 ist es aber noch zu früh, um sich darüber Gedanken zu machen."

Bei Ducati arbeitet man auch bereits eifrig für die neue Ära in MotoGP, wenn 2012 das neue Motorenreglement mit dem Hubraumlimit von 1.000 cm³ in Kraft treten wird. "Wir befinden uns in einer Bewertungsphase", meint Cicognani. "Wir bauen ein neues Motorrad und dazu einen neuen Motor. Das Konzept wird wieder ein V4 sein. Aber den genauen Hubraum kann ich noch nicht preisgeben, weil wir zurzeit mehrere Varianten prüfen."

In Bezug auf Neuzugang Karel Abraham äußerst sich Cicognani wesentlich konkreter. "Karel wird erstmals an den beiden Test-Tagen nach dem letzten Grand Prix in Valencia testen. Das ist fix. Ich denke, dass die nächstjährigen Rookies auch die Möglichkeit haben werden, an zusätzlichen Tagen testen können, so wie es in der vergangenen Zwischensaison auch der Fall war. Zumindest gibt es diese Überlegung bei den verantwortlichen Stellen."

Fotoquelle: Ducati

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