Stellt Valentino Rossi (r.) Jorge Lorenzo beim WM-Kampf noch ein Bein?

MotoGP 2010

— 07.10.2010

Lorenzo gegen Rossi: Eiszeit bei Yamaha

Auch in Sepang ist der Zweikampf zwischen Jorge Lorenzo und Valentino Rossi beim Grand Prix von Malaysia das beherrschende Thema

Jorge Lorenzo steht in Malaysia vor der Erfllung seines groen Traums. Ein neunter Platz im Rennen am Sonntag wrde dem Spanier reichen, um zum ersten Mal MotoGP-Weltmeister zu werden. "Es knnte fr mein Team, fr meine Familie, meine Fans und mich ein besonderes Wochenende werden", sagte Lorenzo bei der offiziellen Pressekonferenz in Sepang. "Wir mssen sehr konzentriert zu Werke gehen und jede Minute, jede Stunde dieses Wochenendes genieen. Ansonsten heit es: Abwarten, was passiert."

"Ich wei nicht, was passieren wird", fuhr der Yamaha-Pilot fort. "Ich mchte das Rennen zuversichtlich und schnell angehen und nicht zu viel ber die Meisterschaft und die Punkte nachdenken. Grundstzlich geniee ich jedes Rennen, aber dieses ist sehr, sehr wichtig - vielleicht das wichtigste meines ganzen Lebens. Ich wei nicht, wie ich mich verhalten werde."

Doch nicht nur der bevorstehende Titelgewinn ist ein groes Thema dieser Tage, sondern auch der harte Zweikampf mit Valentino Rossi beim Grand Prix von Japan, bei dem Lorenzo den Krzeren zog. "Was war da noch gleich?", fragte Lorenzo, als er auf das vergangene Rennen angesprochen wurde, um betont lssig zu antworten: "Ach ja, ich habe fr zwei weitere Jahre bei Yamaha unterschrieben."

Fr Kontrahent Rossi war der angesprochene Zweikampf keine groe Sache. "Wir sprechen nicht miteinander, aber aus meiner Sicht ist die Situation ganz eindeutig", sagte der noch amtierende Champion. "Ich kann auch ihn verstehen, denn wenn man bis zur letzten Runde kmpft und dann verliert, ist man etwas angepisst. Mir geht es genauso, wenn ich verliere."

"Aber Yamaha befiehlt mir nichts, ich fahre also mein eigenes Rennen", erklrte Rossi. "Auerdem war die Situation nicht entscheidend fr die Meisterschaft, schlielich war Dani schon im Krankenhaus. Ich konnte also mein Rennen fahren. Jorge sagt immer, dass er bis zur letzten Runde mit mir kmpfen mchte, also wei ich nicht, was er von mir erwartet. Ich versuche immer alles, um vor ihm ins Ziel zu kommen. Natrlich war der Zweikampf sehr hart, mehr aber auch nicht."

Darauf sagte Lorenzo, dem das Thema sichtlich auf die Nerven ging: "Es ist okay. Es ist nicht entscheidend, was in der Vergangenheit war. Wichtig ist, was in der Gegenwart und in der Zukunft passiert. Ich habe mir das Rennen nicht noch einmal angesehen und kann mich auch nicht mehr daran erinnern."

Rossi fhrt Saison zu Ende

Fr Rossi befindet sich Lorenzo ohnehin in einer traumhaften Ausgangslage. "Es ist normal, dass man gegen Ende einer Meisterschaft etwas mehr Druck als sonst versprt", sagte der neunmalige Weltmeister. "Aber ich denke, dass er in einer recht simplen Situation ist, da Dani nicht hier ist. Er braucht ja blo noch ein paar Punkte fr die Meisterschaft. Deshalb denke ich nicht, dass er meinen Rat bentigt."

ber die Gerchte, wonach Malaysia 2010 das letzte Rennen fr ihn sein knnte, wunderte sich Rossi. "Ich wei nicht, woher diese Leute das wissen, denn ich wei es nicht", sagte der an der Schulter verletzte Rossi. "Ich bin gespannt, wie sehr meine Schulter hier in Sepang schmerzen wird, denn es ist eine schwierige Strecke. Ganz sicher reise ich auch nach Australien und zu 99 Prozent, sollte ich keine weiteren Schmerzen erleiden, werde ich die Saison auch zu Ende fahren."

Fotoquelle: Yamaha

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