Dani Pedrosa felht noch die Kraft, um die Renndistanz zu bestreiten

MotoGP 2010

— 16.10.2010

Pedrosa verzichtet auf Rennteilnahme

Der Spanier Dani Pedrosa wird nicht am Rennen auf Phillip Island teilnehmen - Honda-Teamkollege Andrea Dovizioso abgeschlagen auf Startplatz neun

Dani Pedrosa hat sich im ersten Training in Motegi das Schlüsselbein dreifach gebrochen. Bereits zwei Wochen später wollte der Spanier wieder fahren, hat aber am Freitag in Australien nur wenige Runden gedreht. Am Samstag spulte der Honda-Pilot im ersten Training 15 Umläufe ab und im Qualifying 23. Die Zeiten waren von seiner normalen Form weit weg, denn es schaute nur Starplatz 15 heraus, über drei Sekunden von der Pole-Position entfernt.

Schlussendlich warf Pedrosa das Handtuch und wird das Rennen nicht starten. Das Comeback nach der Verletzung kam einfach zu früh. Er fühlte sich auf der Maschine nicht wohl, denn die Kraft reichte auch nicht aus. "Nach meiner Operation in Spanien lag mein Ziel dabei, wieder in Australien zu fahren. Ich bin jetzt drei Trainings gefahren und es ist klar, dass es unmöglich für mich ist, ein hohes Tempo zu fahren."

"Ich verliere mit jeder Runde die Kraft in meinen Armen. Damit ist es extrem schwer, das Motorrad zu kontrollieren. Dazu kommen och die starken Winde hier", beschreibt Pedrosa. "Phillip Island ist eine schnelle Strecke. Ich muss den Lenker fest halten, was mich sehr schnell müde macht und mir Schmerzen bereitet. Im Rennen drei Sekunden zu langsam zu fahren und nur ein paar Punkte zu holen, macht einfach keinen Sinn."

"Zumindest denke ich, dass es gut war, es zumindest versucht zu haben. Wir wussten nämlich nicht, wie ich mich fühlen würde, bevor ich nicht wirklich auf dem Motorrad fahre. Ich möchte keine weiteren Risiken eingehen, damit ich mich für Estoril erholen kann. Ich habe die Situation mit unserem Renndirektor diskutiert, der die gleiche Meinung vertritt."

Dieser sieht die Sache ebenso, denn Honda will schließlich im kommenden Jahr Weltmeister werden. "Phillip Island hat uns einen weiteren herausfordernden Tag gebracht. Die Bedingungen auf der Strecke waren für die Fahrer wieder sehr hart", findet Kazuhiko Yamano. "Unglücklicherweise lässt die körperliche Verfassung von Dani es nicht zu, das Rennen zu fahren, weshalb wir uns entschieden haben nicht teilzunehmen."

"Wir peilen eine Rückkehr in Estoril an. Trotzdem war es wert, dass Dani hierher gekommen ist und es versucht hat, denn es war der einzige Weg, um die reale Situation herauszufinden. Wirt haben uns aber dazu entschieden, dass das Rennen unter diesen schwierigen Bedingungen zu riskant sein würde."

Damit wird Repsol-Honda nur durch Andrea Dovizioso vertreten, der sich im Qualifying auf Rang neun, mit 1,9 Sekunden Rückstand, qualifiziert hat. "Es war für keinen Fahrer heute leicht, denn der stake Wind hat es schwierig gemacht, konstant zu fahren", so der Teamdirektor. "Das hat das Risiko erhöht, von der Strecke zu fliegen oder von der Straße geblasen zu werden. Für Andrea war hauptsächlich der Wind das Problem."

"Wir müssen weiter daran arbeiten, die Abstimmung zu verbessern, falls wir im Rennen die gleichen Bedingungen vorfinden. Ich hoffe aber, dass es ein ruhigerer Tag wird und dass Andrea mit der Spitzengruppe mitfahren kann."

Doviziso war über dieses schlechte Resultat sichtlich enttäuscht. "Ich hatte heute mit den starken Winden zu kämpfen. Meine Sitzposition auf dem Motorrad hat die Dinge noch schwieriger bei diesen Bedingungen gemacht. Der Hauptgrund für meine Startposition ist der, dass ich bei diesem Wind das Motorrad kaum kontrollieren konnte wie ich wollte. Wir müssen auch mehr Haftung finden."

"Ich habe mehr als Platz neun erwartet, aber natürlich ist es eine andere Geschichte, wenn man im Rennen in einer Gruppe mitfährt", so der Italiener. "Ich hoffe, wir haben morgen ein besseres Gefühl. Wir werden uns die gesammelten Daten ansehen und versuchen, eine Lösung zu finden. Ich möchte meinen Fahrstil auch anpassen für den Fall, dass die starken Winde wieder auftreten."

"In den letzten beiden Rennen war ich in Startreihe eins, weshalb ich mit Rang neun natürlich nicht zufrieden bin. Mit einem guten Start können wir aber mit den Führenden mitfahren. Wir sind im Nassen schnell, weshalb ich mir keine Sorgen für Regen mache. Es ist schade für Dani. Mit einer Verletzung zu fahren ist nie einfach, speziell nicht bei diesen Bedingungen."

Fotoquelle: Repsol

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