Phillip Island: Harte Arbeit für die linke Flanke des Hinterrreifens

MotoGP 2010

— 20.10.2010

Bridgestone mit neuem asymmetrischen Reifen glücklich

Bridgestone-Entwicklungschef Tohru Ubukata zieht nach dem windig-nasskalten Australien-Wochenende eine positive Bilanz: Gutes Feedback der Piloten

Frage: "Wie wurden die Reifen am vergangenen Wochenende durch die kalten Temperaturen beeinflusst?"
Tohru Ubukata: "Vor allem am Freitag und Samstag waren die Asphalttemperaturen sehr niedrig, aber nicht niedriger als wir es erwartet hatten. Es war keine Überraschung, außerdem bieten unsere Mischungen einen genügend großen Arbeitsbereich, um mit solch kalten Temperaturen zurecht zu kommen."

"Die Kombination von Regen, Kälte und Wind hat es für die Piloten schwierig gemacht, aber anhand der Rundenzeiten kann man sehen, dass unsere Reifen stets gut gearbeitet haben. Die linke Flanke des Hinterreifens war härter, um die Beanspruchung in den schnellen Linkskurven ertragen zu können. Die rechte Seite der Slicks war weicher, um schneller aufzuwärmen und mehr Grip bei Kälte zu erzeugen."

"Auch wenn die Reifentemperaturen niedriger waren als im Vorjahr, so waren dennoch immer alle Pneus im Arbeitsbereich. Im Regen wurde es knifflig, weil die Umgebungstemperatur weiter absank. Deswegen haben wir die weiche Variante der Regenreifen empfohlen. Insgesamt bin ich mit der Leistung der Reifen zufrieden, auch das meiste Feedback der Piloten war positiv."

Frage: "Wo traten am Wochenende die größten Schwierigkeiten auf?"
Ubukata: "Phillip Island ist eine besondere Strecke, weil es einen enormen Unterschied zwischen Lufttemperatur und Reifentemperatur gibt, vor allem an der linken Flanke der Hinterreifen - das ist dort extremer als auf allen anderen Strecken. Strecke und Luft sind normalerweise kühl, aber die linke Reifenflanke wird so heiß wie sonst nie. Das war nicht ganz einfach."

"Wir haben asymmetrische Reifen verwendet, um die Balance aus Aufwärmverhalten und Haltbarkeit genau hinzubekommen. Bei Regenreifen ist das generell nicht ein solches Problem, weil die Temperaturunterschiede in den beiden Flanken nie so groß sind - viel geringer als bei Slicks. Die Streckencharakteristik mit den vielen schnellen Linkskurven hat jedoch dafür gesorgt, dass die linke Flanke der Regenreifen schnell abnutzte."

"Daher hatte manch einer das Gefühl, er würde bei abtrocknender Strecke heftig rutschen. Die Slicks waren gut wie immer, das haben die Rundenzeiten - vor allem jene von Casey - deutlich unterstrichen. Am schwierigsten war es für uns wirklich mit den Regenreifen bei abtrocknender Piste."

Frage: "Hat sich der neue Slick am Hinterrad mit der extrem weichen Mischung auf der rechten Seite bewährt?"
Ubukata: "Ich bin mit der Performance der asymmetrischen Slicks sehr zufrieden. Wir haben sie speziell für die kalten Bedingungen auf Phillip Island entwickelt. Sie boten letztlich ein gutes Aufwärmverhalten und guten Grip. Mit dem Feedback der Piloten sind wir glücklich. Es herrschte die einhellige Meinung, dass es im Vergleich zum Reifen des Vorjahrs ein deutlicher Fortschritt war. Dies werden wir nun in die asymmetrischen Slicks für Estoril und Valencia einfließen lassen, denn auch dort erwarten wir kühle Werte."

Fotoquelle: Suzuki

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