Valentino Rossi mischte am zweiten Testtag in Valencia nicht an der Spitze mit

MotoGP 2010

— 10.11.2010

MotoGP-Tests: Stoner Schnellster, Rossi mit Rückstand

Casey Stoner war beim zweiten Testtag in Valencia Tagesschnellster vor Jorge Lorenzo - Ducati-Neuzugang Valentino Rossi nur auf Platz 15

Der zweite Testtag in Valencia begrüßte die MotoGP-Asse mit durchwegs schönem Wetter. Casey Stoner stellte erneut unter Beweis, dass ihm die Umstellung auf die Honda keine großen Probleme bereitete und fuhr die Bestzeit vor Jorge Lorenzo. Ben Spies kam als Dritter ebenso gleich gut mit der Werksmaschine von Yamaha klar. Dagegen war Valentino Rossi noch nicht in der Spitzengruppe zu finden. Am zweiten Tag konnte der neue Ducati-Pilot seinen Rückstand zwar verringern, doch es reichte nur zu Platz 15 auf der Zeitenliste.

Am Vormittag war Lorenzo noch an der Spitze, doch am Nachmittag brannte Stoner 1:32.066 Minuten in den spanischen Asphalt. Für den Australier geht es bei diesen Testfahrten in erster Linie um die Gewöhnung an die RC212V. Der Weltmeister von 2007 hatte bereits am ersten Tag ein positives Gefühl für die Honda und sammelte am Mittwoch viele Daten auf den insgesamt 63 Runden. Die Marschrichtung für die neue Saison soll dabei festgelegt werden. Außerdem stand das Kennenlernen der Elektronik auf dem Programm.

Weltmeister Lorenzo absolvierte nur 30 Umläufe und musste sich um 0,113 Sekunden geschlagen geben. Da der Spanier am Vortag aber schneller war als Stoner, gehört ihm die Gesamtbestzeit bei diesen Tests. Kurz nach 13:00 Uhr packte der 23-Jährige bereits zusammen. Er hatte die neue Yamaha-M1 für 20011 und eine verbesserte Version der 2010er-Erfolgsmaschine getestet. "Beide Yamaha-Werksmaschinen sind schnell, also ist das neue Motorrad etwas besser. Das ist gut, aber wir haben noch viel bis zum Saisonstart zu tun", kommentiert Lorenzo.

Auf Platz drei setzte sich Spies erneut gut in Szene. Der Texaner konzentrierte sich bei seinen 49 Runden auf die Abstimmung und den Prototypen für 2011. Der Unterschied zu seiner Tech-3-Kundenmaschine ist offensichtlich. "Ich kenne nicht die Änderungen im Detail, aber es gibt mehr Grip, mehr Gefühl und mehr Stabilität. Nichts weltbewegendes, aber sie ist in jedem Bereich besser."

Hinter dem Superbike-Weltmeister von 2009 reihten sich zwei Honda Piloten ein. Marco Simoncelli fuhr 63 Runden und hatte als Vierter 0,384 Sekunden Rückstand auf seinen neuen Markenkollegen an der Spitze. Am Vormittag unterlief Simoncelli ein kleiner Ausrutscher, der nur eine kurze Unterbrechung zur Folge hatte. Dani Pedrosa arbeitete an einem Evolutionsmodell der RC212V und verglich die Änderungen mit einer 2010er-Maschine. Nach 48 Runden fehlten vier Zehntel auf Stoner.

Die sechstbeste Zeit des Tages erzielte Nicky Hayden auf der Werks-Ducati. Bei den Roten steht die große Frage im Raum, ob man auf den Big-Bang-Motor oder den Screamer setzen wird. Der US-Amerikaner scheint den Big-Bang zu bevorzugen, mit dem auch schon die abgelaufene Saison gefahren wurde. "Ich habe mich mit dem Big-Bang besser gefühlt. Er ist schneller und konstanter. Es ist kein neuer Motor, aber er ist überholt und verfeinert", so Hayden über die Unterschiede zur 2011er-Version.

Rossi konnte bisher keine Topzeiten setzen und reihte sich als 15. ein. Seine beste Runde nach 70 Runden lautete 1:33:761 Minuten. Damit fehlten dem neunfachen Weltmeister 1,695 Sekunden auf Stoner. Auch Rossi spulte ein ähnliches Motorenprogramm wie Hayden ab und arbeitet an der Anpassung auf die Desmosedici. Er darf sich vertraglich bedingt nicht über seine Eindrücke äußern, aber Filippo Preziosi hat sich bereits positiv über die ersten Eindrücke geäußert. "Er sprach über die Kraftübertragung und lieferte uns einige beeindruckende technische Details. Wir haben sicher einiges an Arbeit vor uns, um das Motorrad an seinen Fahrstil anzupassen."

Positiv ging es bei Suzuki zu. Nachdem Álvaro Bautista im Qualifying am vergangenen Samstag Letzter wurde, hat die Mannschaft einige Verbesserungen aus dem Hut gezaubert. Bereits am Rennsonntag kämpfte sich der Spanier in die Top 10 und zeigte auch am zweiten Testtag mit Rang sieben das Potenzial. An der Maschine wurden einige neue Lösungen getestet. Schlussendlich fehlten nach 86 Runden nur 0,672 Sekunden auf die Spitze.

Randy de Puniet gewöhnte sich weiter an die Pramac-Ducat und erzielte die achtbeste Zeit. Honda-Pilot Andrea Dovizioso klassierte sich als Neunter. Alle weiteren Fahrer hatten schon mehr als eine Sekunde Rückstand auf Stoner. Darunter auch Hiroshi Aoyama, der sich auf das neue Umfeld bei Gresini-Honda weiter einstellte. Der Spanier Héctor Barberá hat seine Zeit vom Vortag signifikant verbessert und reduzierte seinen Rückstand auf 1,102 Sekunden. Mit 100 Runden war der 24-Jährige auch der fleißigste Pilot des Tages.

Hinter dem Aspar-Ducati-Piloten fanden sich die beiden Maschinen von Tech-3-Yamaha wieder. Colin Edwards testete eine verbesserte Motorenversion der M1, während Cal Crutchlow weiter an der Umstellung auf die MotoGP arbeitete. "Es ist gut auf Speed zu kommen und mit dem Team zu arbeiten", so der Supersport-Weltmeister von 2009, der insgesamt 74 Runden abspulte.

Loris Capirossi hatte mit der Pramac-Ducati noch seine Probleme und hatte nach 88 Umläufen insgesamt 1,674 Sekunden Rückstand. Damit landete der Routinier knapp vor Rossi auf Platz 14. MotoGP-Neuling Karel Abraham klassierte sich als 16. Moto2-Weltmeister Toni Elias wurde Letzter.

Die inoffiziellen Testzeiten von Tag zwei:

01. Casey Stoner (Honda), 1:32.066 Minuten
02. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,113 Sekunden
03. Ben Spies (Yamaha) +0,256
04. Marco Simoncelli (Honda) +0,384
05. Dani Pedrosa (Honda) +0,431
06. Nicky Hayden (Ducati) +,0517
07. Álvaro Bautista (Suzuki) +0,672
08. Randy de Puniet (Ducati) +0,770
09. Andrea Dovizioso (Honda) +0,876
10. Hiroshi Aoyama (Honda) +1,039
11. Héctor Barbera (Ducati) +1,102
12. Colin Edwards (Yamaha) +1,259
13. Cal Crutchlow (Yamaha) +1,417
14. Loris Capirossi (Ducati) +1,674
15. Valentino Rossi (Ducati) +1,695
16. Karl Abraham (Ducati) +1,727
17. Toni Elias (Honda) +2,734

Fotoquelle: FWeisse

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