Ben Spies hat in seiner ersten Saison seine eigenen Erwartungen übertroffen

MotoGP 2010

— 13.11.2010

Spies' Saisonbilanz: "Ich bin super happy!"

Zwei Podestplätze, eine Pole-Position: Rookie Ben Spies hat seine eigenen Erwartungen übertroffen - Jetzt will er sich in allen Bereichen weiter steigern

Die Erwartungen waren groß, als Ben Spies nach seinem titelgekrönten einjährigen Gastspiel in der Superbike-Weltmeisterschaft als Rookie in die MotoGP kam. Doch der US-Boy selbst gab sich realistisch. Ein Podiumsplatz wäre ein Wunder, sagte er, als er bei Tech-3-Yamaha in seine Debütsaison startete. Nun ist die Saison vorbei - und das "Wunder" ist geschehen.

In Silverstone hat Spies seinen ersten Podestplatz in der MotoGP geholt, in Indianapolis versetzte er die Fans mit seiner ersten Pole-Position in Verzückung und holte mit Platz zwei sein bisher bestes Ergebnis in der Serie. Spies beendete die Saison als Gesamtsechster, als Rookie des Jahres und hat bereits mit der Testarbeit für das Yamaha-Werksteam begonnen, in das er in der kommenden Saison aufsteigt.

"Ich bin super happy", zieht Spies gegenüber 'Sport Rider' Bilanz über seine erste Saison in der MotoGP. "Natürlich will man immer mehr, aber es war das dritte Jahr in Folge, in dem ich in einer anderen Serie ein anderes Bike kennenlernen musste. Ich musste die Hälfte der Strecken lernen. Ich war in einem Satellitenteam und es war mein erstes Jahr in der MotoGP. Wir haben zwar kein Rennen gewonnen, aber sonst alles erreicht. Mehr kann ich nicht verlangen."

Zudem verweist Spies darauf, dass vor ihm in der Meisterschaft fünf hochkarätige Fahrer liegen: Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa, Casey Stoner, Valentino Rossi und Andrea Dovizioso. Seinen Landsmann Nicky Hayden konnte er in der Gesamtwertung hinter sich lassen. "Und auch wenn Nicky noch vor mir gewesen wäre, das wäre egal", so Spies. "Er war Weltmeister, er fährt auf einer Werksmaschine. Dass ich in meiner ersten Saison so nah an ihm dran bin... Natürlich müssen wir noch einen Schritt nach vorn machen, aber wir sind nicht zu weit weg. Das erste Jahr hat meine Erwartungen ganz sicher übertroffen."

Dieser nächste Schritt sei, sich als Fahrer einfach in allen Bereichen weiter zu verbessern. Dabei betrachtet er es auch als Vorteil, dass er im nächsten Jahr im Werksteam fährt: "Die Jungs bei Tech 3 sind toll, es ist ein klasse Team, bei dem ich viel gelernt habe. Aber ich glaube, dass man mit den Ingenieuren, den Technikern, den Leuten des Werksteams selbst aus dem gleichen Paket mehr herausholen kann. Und die Werksmaschine ist das neueste und beste Material, das man haben kann."

"Wenn wir uns also in allen Bereichen ein bisschen steigern, dann kann ich wesentlich näher an der Spitze sein", sagt Spies. Dabei bleibt er in seinen Erwartungen aber weiter realistisch: "Ich sage nicht, dass wir um den Titel fahren werden. Aber ich denke, dass wir häufiger als in diesem Jahr vorne mitfahren können."

Dabei will er sich auch von jenen fünf Fahrern, die in der Meisterschaft in diesem Jahr noch vor ihm lagen, etwas abschauen, nämlich das Selbstvertrauen auf dem Bike. "Casey macht da manchmal einfach unglaubliche Dinge", hat der Amerikaner beobachtet. "Jorge und Valentino waren an 90 Prozent der Rennwochenenden schneller als ich. Und ich glaube, dass sie einfach ein bisschen mehr Vertrauen in das Bike haben."

Das Fahrerfeld der MotoGP wird im nächsten Jahr kräftig durchgemischt. Spies übernimmt im Yamaha-Werksteam den Platz von Valentino Rossi, der zu Ducati gegangen ist. Rossi wiederum folgt bei Ducati auf Stoner, der nun für Honda an den Start geht. "Das ist gut für die Serie", meint Spies. "Da wird alles durcheinander gewürfelt für die Fans, für die Medien, alles. Das ist interessant. Und im Jahr danach kommen die 1.000-ccm-Motoren. Das macht es dann noch interessanter. Die nächsten beiden Jahre werden in der MotoGP die aufregendsten seit langer Zeit sein."

Fotoquelle: Yamaha

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