Valentino Rossi und seine Ducati: In Valencia fehlte viel auf die Spitze

MotoGP 2011

— 01.01.2011

Ducati möchte keine Yamaha-Kopie bauen

Keine Krisenstimmung bei Ducati: Die Zusammenarbeit mit Valentino Rossi solle fruchtbar sein, die bisherige Basis aber sei gut und brauchbar

Die Traumehe zwischen Valentino Rossi und Ducati ist noch jung, die ersten Testkilometer wurden gerade erst zurückgelegt. Alle Parteien und auch externe Beobachter gehen davon aus, dass Erfolge nicht sofort eintreten werden. Vielmehr werde die Annäherung aneinander über die Zeit passieren. Jedenfalls möchte Ducati nicht darauf zurückgreifen, Rossis Yamaha-Motorrad aus dem Vorjahr zu kopieren, um auf die Erfolgsspur zu finden.

Ducati-Teamchef Vittoriano Guareschi sieht hinsichtlich der Ausrichtung der eigenen Bemühungen seitens Rossi und dessen Langzeitingenieur Jeremy Burgess keine entsprechenden Signale. "Sie finden sich gut ein und mögen nach Jahren der Arbeit mit Japanern unsere handwerkliche Seele", erklärte er in der 'Gazzetta dello Sport'.

"Jeremy hat mich beruhigt, denn es besteht allgemein die Einigkeit, dass wir nur unser Motorrad verbessern müssen, nicht aber in eine Yamaha-Kopie verwandeln", so Guareschi weiter. Die schwachen Rossi-Zeiten bei den Tests in Valencia beunruhigen auch nicht zusätzlich, denn die Schulterverletzung sei zu diesem Zeitpunkt längst nicht verheilt gewesen.

"Die Rundenzeiten waren nicht sehr ermutigend, aber als wir gesehen haben, in welchem Zustand seine Schulter war, fühlten wir uns bestärkt", fuhr er fort. "Unser Motorrad muss kraftvoll gefahren werden - und er hatte in Valencia nicht sehr viel Kraft." Erste Ideen von Rossi seien aber bereits für die Arbeiten für 2011 eingeflossen.

Schneller reagieren

Um wieder auf die Erfolgspur zu kommen, wurden auch die Vorgänge beim Designprozess umgestaltet. "Wir haben versucht Bedingungen zu erschaffen, unter denen wir so schnell es geht die Teile designen können, die unser Motorrad besser machen", so Ducatis Sportchef Filippo Preziosi in der 'Motosprint'. Man habe sich zudem bisher nur auf die wichtigen Aspekte konzentriert.

"Die Verpflichtung von Valentino bringt uns nicht nur einen sehr schnellen Fahrer, sondern auch einen, der uns Anzeichen für die Entwicklung des Motorrads geben kann", fuhr er fort. "Aus dieser immensen Bereicherung für das Unternehmen müssen wir das Bestmögliche machen."

Die bisherigen Anzeichen sprächen allerdings für einen guten Auftakt. "Nach dem, was Valentino sagt, ist es nicht nötig, das Projekt radikal zu verändern", so Preziosi. "Sollte das aber notwendig sein, so wären wir bereit, das zu tun."

Fotoquelle: FWeisse

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