Valentino Rossi soll bei Ducati mit entwickeln und die Marke stärken

MotoGP 2011

— 12.01.2011

Del Torchio: Rossi als Entwickler und Werbeträger

Ducati-Präsident Gabriele del Torchio erwartet von Valentino Rossi Einfluss auf die technische Entwicklung und die Verkaufszahlen - Die Roten als "Botschafter" Italiens

Nun also hat sich das neue italienische Traumpaar öffentlich präsentiert: Beim traditionellen Ducati-Saisonauftakt "Wrooom" in Madonna di Campiglio absolviert Superstar Valentino Rossi derzeit seinen ersten Auftritt in rot. Bei Ducati sind die Erwartungen in den prominenten Neuzugang groß. Doch wie Präsident Gabriele del Torchio betont, wurde Rossi als Entwickler und nicht als Werbeträger verpflichtet.

"Ich denke, dass er in Sachen technologische Entwicklung enormen Einfluss auf unsere Marke haben wird. Ich erwarte, dass Valentino bei der Produktentwicklung einen Beitrag leistet", so del Torchio. "Der Hauptgrund, warum wir Valentino geholt haben, ist nicht, dass nun die Verkäufe in die Höhe schnellen sollen. Sondern wir möchten die Marke stärken und dann langfristig gesehen die Verkaufszahlen erhöhen."

Das dürfte vor allem dann eintreten, wenn Rossi und Ducati gemeinsam erfolgreich sind. Doch del Torchio wagt noch keine Prognosen, was das sportliche Abschneiden in dieser Saison angeht. "Eines ist aber sicher: Ducati und Valentino sind eine Einheit. Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen. Da ist alles sehr aufregend, und ich bin sehr stolz, dass wir Valentino bei uns haben."

Für die italienischen Fans ist jedenfalls ein Traum wahr geworden: Ihr Star fährt endlich für ihre Marke. Und laut del Torchio sieht sich Ducati nun "immer mehr als italienischer Botschafter in der Welt." Deshalb habe man auch dem Vorschlag des italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano zugestimmt, den 150. Jahrestag der Vereinigung Italiens mitzufeiern, indem die Flagge Tricolore die Tanks der Bikes ziert. Und del Torchio fährt fort: "Es ist klar, dass die Kombination Valentino Rossi und Ducati ein Bild ist für italienisches Können. Das motiviert uns zusätzlich."

Der Ducati-Präsident betont: Ducati bleibt auch in Zukunft ein italienisches Unternehmen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zieht es Hersteller oft genug in Billiglohnländer, große Teile der Produktion werden ausgelagert. "Aber unser Unternehmen hat sich entschieden, italienisch zu sein. Wir haben nicht vor, weg zu gehen", erklärt del Torchio.

Zwar baue man in Indonesien eine Fabrik, "aber da geht es nicht um den Wunsch, hier wegzugehen, sondern eher um Zollgebühren. Wenn wir unsere Produkte in diese Region exportieren, kann der Zoll bis zu 80 Prozent des Produktwerts kosten. Das lässt sich nur umgehen, indem wir die Fertigung dorthin verlegen. Aber die meisten Teile kommen aus Italien, und das Design wird auch immer unser eigenes sein." Und so plant Ducati auch bei Bologna den Bau einer neuen Fabrik.

Fotoquelle: Ducati

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