Carmelo Ezpeleta erhöht den Druck auf die Phillip-Island-Organisatoren

MotoGP 2011

— 13.01.2011

Ezpeleta: Phillip Island vor Neuhomolagtion

Carmelo Ezpeleta setzt den Organisatoren des Australien-Grand-Prix mit der Androhung einer Neuhomologation das Messer an den Hals

Das Hickhack wegen der Terminverlegung des Australien-Grand-Prix fr 2012 geht in die entscheidende Phase. Bekanntlich will man das Rennen auf Phillip Island wegen der oftmaligen Wetterkapriolen auf einen frheren Termin im Jahr verlegen. Auf Drngen der Piloten, allen voran Valentino Rossi, setzt die Dorna die dortigen Organisatoren unter Druck. Carmelo Ezpeleta beharrt dabei sogar auf die FIM-Statuten und will eine Neuhomologation der Rennstrecke auf der Insel sdlich von Melbourne bewirken.

"Wir sind mit der AGPC (Australian Grand Prix Corporation, Anm.d.Red.) stndig in Kontakt", erlutert Ezpeleta am Rande der Ducati-Prsentation in Madonna di Campiglio. "Erst am Dienstag gab es erneut ein Gesprch, in dem die Australier ihren Willen zeigten, nach anderen mglichen Terminen suchen. Es ist richtig, dass es einen gltigen Vertrag bis einschlielich 2016 gibt." In diesem Abkommen soll die Austragung des Rennens fr September oder Oktober vermerkt sein.

Angesichts der widrigen Witterungsbedingungen im vergangenen Oktober, wo die Temperaturen empfindlich kalt waren, beherzigte man seitens der Dorna endlich die Klagen der Piloten. Man drngt zu einer Terminverlegung in die Anfangsphase der Weltmeisterschaft, wo im Sden Australiens noch herrliches Sptsommerwetter herrscht. Dies stellt aber die Veranstalter vor immense organisatorische Probleme, da die AGPC auch den Formel-1-Grand-Prix in Melbourne abwickelt, sowie auch bei den Formel-1-Rennen in Bahrain und Malaysia aktiv mitwirkt. Zudem ist mit den Australien Open der Terminkalender im Bundesstaat Victoria zu dieser Jahreszeit prall gefllt.

Sollten die Australier keine fr beide Seiten akzeptable Lsung finden, will Ezpeleta seinen letzten Trumpf ausspielen. "In jeden Fall sind sie aufgefordert zu handeln", so der Spanier, "denn jeder Vertrag basiert auf die Homologation durch die FIM. Und bei einer Abnahme einer Rennstrecke fr einen Grand Prix muss man auch die Witterungsbedingungen fr den mglichen Termin in Betracht ziehen. Sollte die Strecke auf Phillip Island zuknftig keine Homologation mehr haben, dann ist es um den Australien-Grand-Prix geschehen - aus, basta."

Der Dorna-Boss meint es ernst, denn in Australien gibt es mangels moderner Rennstrecken keine Ausweichmglichkeit. Eastern Creek in der Nhe von Sydney, wo der Australien-Grand-Prix Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre ausgetragen wurde, ist weit davon entfernt, einem neuzeitlichen Sicherheitsstandard zu entsprechen.

Fotoquelle: EUROSPORT MotorMagazin

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