Dani Pedrosa markierte nach 61 Runden die drittbeste Zeit des Tages

MotoGP 2011

— 01.02.2011

Sepang-Test: Honda sofort konkurrenzfähig

Während Casey Stoner und Dani Pedrosa größtenteils mit bewährtem Material unterwegs waren, testete Andrea Dovizioso am ersten Tag in Sepang viele Neuerungen

Repsol-Honda will 2011 wieder ein Wort um den WM-Titel reden. Dazu wurde das Team von zwei auf drei Piloten aufgestockt. Neuzugang Casey Stoner präsentierte sich beim Testauftakt in Sepang sofort in bestechender Form und markierte die erste Bestzeit des Jahres. Um knapp vier Zehntelsekunden distanzierte der Australier den amtierenden Weltmeister Jorge Lorenzo. Auf Platz drei klassierte sich Dani Pedrosa, der genau wie Stoner die 2010er Gabel von Öhlins verwendete. Andrea Dovizioso setzte auf die neueste Vordergabel und klassierte sich als Achter.

"Ein sehr positiver Tag", freut sich Stoner nach 52 Runden auf seinem neuen Arbeitsgerät. "Zu Beginn hat es etwas gedauert, bis ich mich wieder an das Motorrad gewöhnt habe, aber bald habe ich mich wohl gefühlt. Es war ein guter Tag. Wir haben die Abstimmung zu der, die wir in Valencia verwendet haben, nicht zu stark verändert. Ich bin sehr zufrieden, dass sie auch auf einer komplett anderen Strecke gut funktioniert hat."

"Wir haben schließlich auch an der Motorbremse gearbeitet, um Chatteringprobleme auszumerzen. Es scheint, wir haben eine gute Lösung gefunden. In den nächsten zwei Tagen testen wir neue Teile, aber für mich war das jetzt ein guter Weg, um nach der Winterpause zurückzukommen."

Pedrosa mit vielen Runden

Noch nicht zu 100 Prozent fit ist Pedrosa. Der Schlüsselbeinbruch im vergangenen November ist zwar geheilt, aber der Spanier konnte im Winter noch nicht voll trainieren. Nach insgesamt 61 Runden ist der Vizeweltmeister aber positiv gestimmt. "Ich bin recht zufrieden wie es heute gelaufen ist."

"Meine Priorität lag darauf zu sehen, wie es mir nach der langen Pause auf dem Motorrad geht. Das Gefühl war positiv. Trotzdem fehlt mir beim Bremsvorgang noch etwas Kraft und bei Richtungswechseln fehlt mir Stabilität in der Schulter, aber die Krämpfe sind weg. Das ist positiv. Wir haben noch etwas Zeit, um mein Trainingsprogramm fortzusetzen und die nötige Kraft bis zum Saisonauftakt aufzubauen."

"Ich habe nicht erwartet, dass ich so viele Runden drehen würde", schildert Pedrosa. "Ich habe mit dem 2010er-Motorrad begonnen, damit ich das Gefühl zurückbekomme. Am Nachmittag war unsere Maschine konkurrenzfähig. Von da weg wollen wir uns steigern. In meinen letzten beiden Versuchen habe ich eine neue Schwinge und das neue Chassis probiert. Meine beste Runde ist mir mit den neuen Teilen gelungen. Morgen werde ich den neuen Motor testen."

Dovizioso testete neuen Motor

Das neue Triebwerk hat Dovizioso bereits probiert. "Ich bin zufrieden, denn wir starten von einer sehr guten Basis. Alle Honda-Piloten sind sehr konkurrenzfähig. Das ist natürlich ein Extraboost für mich", sagt der Italiener nach seinem achten Platz. "Ich habe den neuen Motor getestet, der in niederen Drehzahlbereichen mehr Kraft hat. Das hilft mir bei der Linienwahl."

"Außerdem haben wir das neue Chassis getestet. Es hat positive und negative Aspekte, weshalb wir es noch besser verstehen müssen. Wir haben die 2010er mit der 2011er Gabel verglichen. Die Stabilität der Font hat sich verbessert, aber wir müssen einige Vibrationen in der Kurvenmitte beseitigen."

"Ich bin zufrieden, denn ich konnte leichter meinen Rhythmus finden. Außerdem konnte ich mit dem harten Reifen konstant Runden von 2:02,5 Minuten fahren. Als die schnellsten Piloten die gleiche Reifenmischung aufgezogen hatten, war ich nur um zwei Zehntelsekunden langsamer. Wir haben uns nicht für die weiche Mischung entschieden, weil wir die neue Maschine verstehen wollten."

Zudem konnte die Mannschaft einen neuen Sponsor gewinnen. Termignoni ist auf Hochleistungsauspuffe spezialisiert. Die italienische Firma konnte bereits 92 MotoGP-Siege feiern und insgesamt sechs WM-Titel gewinnen, davon die letzten vier in Folge. Die neue Partnerschaft läuft auf zwei Jahre.

Fotoquelle: Repsol

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