Yamaha-Pilot Ben Spies beendete den ersten Testtag nach 29 Runden

MotoGP 2011

— 01.02.2011

Spies: "Definitiv ein Schritt bei der Motorleistung"

Beim Testtauftakt in Sepang kam Yamaha-Pilot Ben Spies bereits früh zu Sturz - Die Zusammenarbeit mit Jorge Lorenzo läuft gut an

Yamaha-Pilot Ben Spies hatte einen kurzen ersten Testtag in Sepang. Bereits in der ersten Stunde passierte dem Superbike-Weltmeister von 2009 ein Missgeschick, das in einem harmlosen Sturz endete. Später konnte der Texaner wieder fahren, doch unter dem Strich absolvierte er nur 29 Runden und beendete den Tag frühzeitig. Die meisten Umläufe drehten Alvaro Bautista (Suzuki), Hiroshi Aoyama (Honda) und Nicky Hayden (Ducati), die jeweils 65 Mal den Kurs in Malaysia umrundeten.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass ich nicht einmal schnell unterwegs war und nicht weiß, was genau passiert war", ist Spies nach seinem Ausrutscher ratlos. "Wir sind dann aber wieder auf Tempo gekommen und alles war in Ordnung. Man konnte es leicht am ersten Tag übertreiben, also haben wir nur so viele Runden gedreht, um meinen Kopf wieder auf Speed zu bekommen. Morgen und am dritten Tag müssen wir viel für Yamaha und Bridgestone erledigen."

"Wir haben zwei Reifensätze verwendet und etwas an der Elektronik gearbeitet. Prinzipiell haben sie mich einfach fahren lassen. Wir sind es langsam angegangen, haben keine Details ausgelassen und den Tag frühzeitig beendet. Wir sind schneller als im Rennen gefahren", lautet das Fazit nach Platz fünf. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Casey Stoner (Honda) betrug 0,8 Sekunden.

"Ich bin überzeugt vom Team. Das Paket ist viel besser als im Vorjahr. Es wird aber noch stärker werden, so wie ich auch. Yamaha hat ein tolles Motorrad, das den Titel und viele Rennen gewonnen hat. In diesem Sport ändern sich die Dinge schnell, aber ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass Yamaha ein tolles Motorrad haben wird."

Mit dem Weggang von Superstar Valentino Rossi ist bei Yamaha ein neues Zeitalter angebrochen. Trennwände gehören der Vergangenheit an. In Zukunft sollen Spies und Jorge Lorenzo an einem gemeinsamen Strang ziehen. "Wir arbeiten an den gleichen Sachen. Unsere Meinung mag vielleicht anders sein, aber wir versuchen für Katar auf eine Lösung zu kommen", beschreibt der Texaner.

"Wir können uns alles Stück für Stück ansehen und es nach unserer Meinung evaluieren. Es ist nicht so, dass ich das Chassis entwickle und er den Motor. Das Team wird in diesem Jahr etwas anders sein. Bei der Entwicklung wird es viel mehr Zusammenarbeit geben, was sehr wichtig ist. Ich habe Lorenzo das gesagt und ich bin mir sicher, dass er offen dafür ist."

"Wenn wir Rennen fahren, dann ist er die erste Person, die es zu schlagen gilt, aber wenn wir zusammen das Motorrad verbessern können, dann ist es für uns viel leichter an der Spitze zu sein." Nach dem Wechsel ins Werksteam will Spies seinen Aufstieg fortsetzen.

Unterschiede zu seiner Tech-3-Kundenmaschine, mit der er im Vorjahr die Pole-Position bei seinem Heimrennen in Indianapolis geholt hat, sind bereits erkennbar. "Der Motor hat definitiv viel mehr Kraft. Einige Details müssen wir uns bei den beiden Triebwerken noch genauer ansehen, aber wir haben jetzt eine gute Basis und hoffentlich wird es noch besser."

"Wir werden in zwei Wochen wieder etwas Neues testen. Wenn wir dann nach Katar kommen, haben wir hoffentlich noch etwas viel schnelleres. Wir haben definitiv einen Schritt bei der Leistung gemacht, eine große Verbesserung. Für mich ist es auf jeden Fall besser, da ich ja von Tech 3 komme. Im vergangenen Jahr konnte jeder sehen, dass die Yamaha beim Topspeed etwas schwächer war, aber in diesem Jahr wird es kein so großer Nachteil sein."

Fotoquelle: Yamaha

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