Ben Spies war am Donnerstag erneut der schnellste Yamaha-Pilot in Sepang

MotoGP 2011

— 24.02.2011

Yamaha: Im Qualifikationsmodus zu langsam

Während Jorge Lorenzo am Donnerstag einen Longrun abspult, klagt Ben Spies über fehlende Pace auf einzelnen Runden

Die Testwoche in Malaysia stand ganz im Zeichen des Honda-Werksteams, das sowohl im Qualifying-Trim als auch auf mehreren Runden ein Tempo vorlegte, mit dem die Konkurrenz nicht immer mitkam. Am besten schlug sich noch Yamaha. Ben Spies, Jorge Lorenzo und Colin Edwards platzierten sich konstant in den Top 10 der Zeitenlisten, Cal Crutchlow kämpfte - von einer Lebensmittelvergiftung geschwächt - an allen drei Tagen vergeblich um den Anschluss.

Am Donnerstag konzentrierte sich Lorenzo auf einen Longrun am Nachmittag. "Ich bin nach zweieinhalb Tagen testen ziemlich müde", erklärte der Weltmeister. "Die Ergebnisse waren ganz gut, unsere Pace war sehr konstant und bin froh, einige Einstellungen am Motorrad verbessert zu haben. Ich denke, dass wir in Sachen Traktion große Fortschritte erzielt haben, wobei wir unsere Rundenzeiten noch verbessern müssen."

Ähnlich äußerte sich auch Spies, der am Donnerstag erneut schnellster Yamaha-Pilot war (5./2:00.678 Minuten). "Es war ein produktiver Test, wir sind vieles durchgegangen. Wir haben natürlich noch Arbeit vor uns, aber wir sind nicht so weit von der Spitze weg. Wir müssen noch herausfinden, wie wir das Bike für wenige Runden, also fürs Qualifying und die Anfangsphase des Rennens, schneller machen können."

Edwards war nach den drei Tagen in Sepang erstaunt, was er trotz seiner langjährigen Erfahrung als Motorradrennfahrer noch dazulernen konnte. "Ich habe die meiste Zeit mit Arbeit am neuen Chassis verbracht, habe hauptsächlich mit der Geometrie experimentiert und einige Fortschritte erzielt. Ich habe viel über das neue Bike und die Reifen herausgefunden. Wir haben das Gefühl für das Vorderrad gegenüber dem letzten Test verbessert und können die Kurven nun viel besser zu Ende fahren", erklärte der 36-Jährige.

Edwards' Tech-3-Teamkollege Crutchlow konnte das Tempo seiner Markenkollegen nicht mitgehen. Dem MotoGP-Rookie fehlte es nicht nur an Erfahrung im Umgang mit der M1, sondern auch schlichtweg an der körperlichen Fitness. Aufgrund einer Lebensmittelvergiftung fühlte er sich an allen drei Testtagen ziemlich schlapp. Seine beste Rundenzeit gelang ihm am Donnerstagmittag: 2:02.034 Minuten, rund 2,4 Sekunden hinter Stoners Rundenrekord.

"Die zwei Stürze am ersten Tag haben mein Selbstvertrauen nicht gerade gestärkt und der zweite Tag war ehrlich gesagt eine Qual", sagte Crutchlow. Doch Dank der Hilfe seines Teams sei es am Donnerstag besser gelaufen und er habe bei der Abstimmung seiner Maschine Fortschritte erzielen können.

Nun freut sich der Brite auf den abschließenden Test in Katar. "Dort wird eine weitere steile Lernkurve für mich anstehen, denn ich kenne zwar die Strecke, aber ich bin noch nie mit einem MotoGP-Bike dort gefahren und auch noch nie unter Flutlicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den hier vorgenommenen Änderungen am Setup auch in Katar konkurrenzfähig sein werden", meinte Crutchlow.

Fotoquelle: Yamaha

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