Laut Shuhei Nakamoto muss sich Honda in Sachen Bremsstabilität verbessern

MotoGP 2011

— 02.03.2011

HRC-Vizepräsident Nakamoto: "Es ist schwer zu erklären"

Honda dominiert die bisherigen Wintertests in der MotoGP - Laut HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto wurde die Honda RC212V in vielen Schritten verbessert

Es ist rund vier Jahre her, dass Honda zuletzt die Fahrer-Weltmeisterschaft gewann. Nicky Hayden, inzwischen bei Ducati unter Vertrag, sicherte sich in einem dramatischen Saisonfinale gegen Valentino Rossi den Titel in der MotoGP. In den vergangenen drei Jahren fuhr der MotoGP-Weltmeister jeweils eine Yamaha M1, 2007 feierte Ducati mit Casey Stoner einen überragenden WM-Triumph.

Eine ähnlich lange Durststrecke in der "Königsklasse" erlebte Honda zuletzt Anfang der Neunziger Jahre, als zuerst Yamaha-Pilot Wayne Rainey einen Titel-Hattrick feierte, bevor Kevin Schwantz auf Suzuki 1993 die Weltmeisterschaft gewann. Hondas Antwort war anschließend mit sechs WM-Titeln in Folge (fünfmal Mick Doohan, einmal Alex Criville) dafür umso beeindruckender.

Angesichts der Ergebnisse der bisherigen Wintertests in diesem Jahr scheint eine neuerliche Honda-Dominanz zumindest in der kommenden Saison nicht ausgeschlossen. Honda-Piloten sicherten sich an allen sechs Testtagen in Sepang jeweils die Bestzeiten. Viermal hatte allein Neuzugang Stoner die Nase vorne, zudem scheinen mit Pedrosa, Dovizioso und Simoncelli gleich drei weitere HRC-Fahrer zumindest auf eine schnelle Runde deutlich stärker zu sein als die Konkurrenz von Yamaha, Suzuki und Ducati.

Doch was hat sich bei Honda - abgesehen von der Verpflichtung Stoners - seit dem Ende der vergangenen Saison verändert? "Es ist schwer zu erklären", sagte HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto im Gespräch mit 'motogp.com'. "Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert, aber in jedem Punkt, der verbessert wurde, waren es nur Kleinigkeiten."

Die Entwicklungsrichtung, die zum derzeitigen Aufschwung geführt hat, wurde bereits in der vergangenen Saison eingeschlagen. Chassis, Motor, Elektronik, Federung und Bremse seien weiterentwickelt worden. Ab der zweiten Saisonhälfte passierte dann "alles am Bike Schritt für Schritt, alle noch so kleinen Verbesserungen", meinte Nakamoto.

Das Feedback des aktuellen Honda-Fahrerkaders ist nach den bisherigen Tests offenbar sehr einheitlich. "Alle Fahrer haben ein ähnliches Programm und beklagten ähnliche Dinge", erklärte der Japaner. "Im Moment beschweren sich alle Honda-Fahrer über die Bremsstabilität und wir konzentrieren uns auf dieses Gebiet. Wir haben das Kupplungs- und Motor-Kontrollsystem ausprobiert und es wird besser und besser, aber es gibt noch immer viel zu tun."

Fotoquelle: Honda

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