Andrea Dovizioso schöpft aus der Aufstellung bei Honda neue Motivation

MotoGP 2011

— 09.03.2011

Dovizioso: "Unser Paket sollte wettbewerbsfähig sein"

Andrea Dovizioso rechnet sich mit der neuen Honda RC212V gute Chancen aus, regelmäßig um Siege mitzufahren - WM-Titel ist eine andere Hausnummer

Honda-Werksfahrer Andrea Dovizioso hat in diesem Jahr mit Dani Pedrosa und Casey Stoner gleich zwei starke Teamkollegen an seiner Seite. Für die bevorstehende Saison rechnet er sich gute Chancen aus, regelmäßig um Rennsiege mitfahren zu können, nachdem die gesamte Honda-Truppe das Jahr 2011 bisher fest im Griff hat.

Den Testfahrten am 13. und 14. März in Doha blickt Dovizioso zuversichtlich entgegen. Im Interview spricht der Italiener über die Fortschritte an der Honda RC212V und gibt eine Prognose für die 18 Rennen umfassende Saison ab.

Frage: "Andrea, an welcher Stelle siehst du dich und das Team gegenwärtig im MotoGP-Feld, jetzt da die letzten Testfahrten unmittelbar bevorstehen?"
Andrea Dovizioso: "Im bin im Moment noch nicht ganz so schnell wie Dani (Pedrosa) oder Casey (Stoner; Anm. d. Red.), speziell wenn es um eine schnelle Runde geht. Auch was die Pace über die Renndistanz angeht, fehlt mir noch etwas. Bisher haben wir beide Tests in diesem Jahr auf derselben Strecke durchgeführt. Es wird interessant sein, zu sehen, wo wir im Vergleich zu unseren Rivalen auf einer anderen Strecke stehen. Wir sollten in diesem Jahr einige Gelegenheiten haben, vorn mitzukämpfen. Auch wenn wir mit der Front des Motorrads noch ein paar kleinere Probleme haben, so glaube ich, dass wir vor einer sehr guten Saison stehen. Ob wir tatsächlich um die Weltmeisterschaft mitkämpfen können, weiß ich noch nicht."

Frage: "Das Rennwochenende in Katar dauert in diesem Jahr vier Tage. Was hältst du von dieser ungewöhnlichen Veränderung im Vergleich zum gewohnten Ablauf?"
Dovizioso: "Das gefällt mir nicht so gut, weil es zu lang ist. Ich glaube nicht, dass es der beste Weg ist, zwei Tage mit jeweils nur einer Session zu haben. Die Situation ist jedoch für alle gleich. So gesehen sollte uns das keine großen Schwierigkeiten bereiten."

Zwei Teamkollegen sorgen für erhöhte Motivation

Frage: "Das Honda-Werksteam geht in diesem Jahr mit drei starken Fahrern an den Start. Das Motorrad scheint bisher gut zu funktionieren. Was erwartest du von der Saison?"
Dovizioso: "Die Saison wird in der Gesamtheit schneller und ausgeglichener sein als das in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist. Die Honda und die Yamaha bewegen sich etwa auf einem Level. Es gibt sechs Fahrer, die Werksmaterial dieser beiden Hersteller verwenden. Sie alle haben die Chance, um Siege und um den Titel zu fahren."

"Wir dürfen jedoch Valentino nicht vergessen. Jeder weiß, wie stark er ist. Was uns betrifft, so glaube ich, dass uns ein Team mit drei Fahrern noch mehr motiviert. Ich habe nie zuvor solch schnelle Vorsaisontests erlebt, in denen die Fahrer ihre Rundenzeiten derart haben verbessern können. Das zeigt, dass sie alle ganz vorn sein wollen. Für Honda ist das sehr wichtig, da sie so stets um die Spitze kämpfen werden."

Frage: "Was sind momentan die Stärken des Bikes?"
Dovizioso: "Definitiv die Motorleistung, das ist eine unserer größten Stärken überhaupt. Auf der Bremse ist die Honda ebenfalls sehr stark. Leider haben wir noch ein paar Probleme mit der Stabilität des Hinterrads am Kurveneingang. Die Front funktioniert hingegen über weite Strecken schon sehr gut. Dazu kommt die gute Traktion. Unser Paket sollte wirklich wettbewerbsfähig sein."

Verbesserungsbedarf gibt es immer

Frage: "Welche Bereiche müssen deiner Meinung nach noch verbessert werden?"
Dovizioso: "Zunächst müssen wir ein Problem mit dem Vorderrad lösen, auf das wir während der Rennsimulation gestoßen sind. Darüber hinaus müssen wir an der Stabilität des Hinterrads arbeiten. Hin und wieder federt die Maschine stark aus, das müssen wir beheben. Wenn uns das gelingt, ist das Bike perfekt."

Frage: "Was kannst du uns zu den Elementen Kupplung, Motorbremse und Federung sagen?"
Dovizioso: "Die Kupplung ist denke ich der Grund für die Instabilität. Ich bin kein Ingenieur, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Probleme von dort kommen. Was die Motorbremse betrifft, so haben wir am ersten Tag der zweiten Testfahrten in Malaysia eine deutliche Verbesserung gespürt. Mit der Arbeit der Ingenieure in diesem Bereich bin ich sehr zufrieden. Die Federung der neuen Gabel für 2011 ist sehr gut. Die Gabel vermittelt dem Fahrer ein gutes Gefühl und wir sind in der Lage, später zu bremsen. Es gibt ein paar kleine Vibrationen am Vorderrad, welche allerdings in den Datenaufzeichnungen nicht erkennbar sind. Offenbar ist es ein Phänomen, das nur der Fahrer spürt. Es sollte daher kein großes Problem sein."

Fotoquelle: Honda

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