Die Naturkatastrophe in Japan stellt auch die MotoGP vor Probleme

MotoGP 2011

— 31.03.2011

Japan: Hersteller (noch) nicht vor Engpässen

Die japanischen Hersteller sehen noch keine Probleme mit der Teileversorgung für die MotoGP - Bridgestone könnte Schwierigkeiten mit der Reifenversorgung bekommen

Die Katastrophe in Japan hat auch Auswirkungen auf die Motorrad-WM. Neben den drei Herstellern Honda, Yamaha und Suzuki, ist auch Bridgestone in der MotoGP vertreten. Für die ersten beiden Rennen in Katar und Jerez gab es keine Schwierigkeiten, denn das Material ist schon lange vorbereitet worden. Nach dem ersten spanischen Rennen in diesem Jahr sind Probleme zu befürchten.

"Was wir an Teilen für die ersten beiden Rennen in Katar und Jerez benötigten, ist vor Ort. Wenn sich die Situation in Japan danach nicht ändert, werden wir unsere Planungen anpassen müssen", wird Shuhei Nakamoto, der Vizepräsident von Honda, von der 'dpa' zitiert. Von den versammelten MotoGP-Herstellern ist Honda das einzige Team, das durch die Naturkatastrophe einen Mitarbeiter verloren hat.

Das größte Problem hat Bridgestone, denn die ausgeklügelten Rennreifen werden ausschließlich in Japan produziert und von dort zu den Rennen verschifft. Knapp 700 Pneus werden zu jedem Rennen gebracht. "Was wir für die ersten sechs Rennen der Saison brauchen, ist entweder schon da oder per Schiffsfracht unterwegs", erklärt Thomas Scholz, der für die Logistik zuständig ist.

"Für diese besonderen Reifen verwenden wir so griffige Gummimischungen, dass zur Produktion Spezialmaschinen nötig sind. Diese haben wir nur in Tokio - alle anderen würden verkleben." Die Arbeitsbedingungen sind derzeit nicht einfach, denn oft wird der Strom abgeschaltet. Die Mitarbeiter haben ebenfalls Probleme beim Weg zur Arbeit.

Leicht ist die Situation nicht, aber bei Yamaha läuft es fast problemlos, wie Teamsprecher William Favero sagt: "In unserer japanischen Rennabteilung läuft der Betrieb fast normal. Wir erwarten im Moment auch nicht, dass die MotoGP-Aktivitäten durch das Unglück beeinträchtigt werden."

Alle drei japanischen Hersteller haben Rennabteilungen in Europa. Das macht die Sache leichter. Honda hat einen Standort in Belgien, Yamaha in Italien und Suzuki in Großbritannien. Von dort werden die Rennen in Europa mit Teilen versorgt. Das japanische Rennen in Motegi wurde auf den 2. Oktober verschoben. Die Strecke wurde bei dem Erdbeben nur leicht beschädigt und liegt rund 250 Kilometer südlich von Fukushima.

Fotoquelle: Suzuki

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.