Im ersten Rennen für Ducati mühte sich Valentino Rossi zu Platz sieben

MotoGP 2011

— 31.03.2011

Gardner über Rossi & Ducati: "Eine Katastrophe"

Ex-Weltmeister Wayne Gardner sieht keine Vorteile darin, dass Valentino Rossi seine Schulteroperation für den ersten Ducati-Test im vergangenen November verschoben hat

Die Saison 2010 ist für Valentino Rossi nicht glücklich verlaufen. Zuerst verletzte sich der neunfache Weltmeister beim Motocross an der Schulter, anschließend brach sich der Italiener in Mugello das Bein. Nach wenigen Wochen saß der Ausnahmekönner wieder auf der Yamaha. Der Bruch stellte ihn vor keine großen Probleme, doch die Schulter macht ein Jahr nach der Verletzung immer noch Probleme.

Im letzten Saisondrittel überlegte Rossi, ob er die Schulter operieren und damit die letzten Rennen auslassen sollte. Er entschied sich anders, verschob die Operation in den Winter und konnte so bereits im November auf die Ducati steigen. Von den Tests erhoffte sich der 32-Jährige Vorteile.

Das erste Rennen auf der Desmosedici verlief ernüchternd. Zum einen ist die GP11 nicht auf dem Niveau von Honda und Yamaha, zum anderen hat Rossi weiter Probleme mit der Schulter. Im Verlaufe der Renndistanz verlässt ihn die Kraft. Wayne Gardner, der Weltmeister von 1987, findet, dass es Rossi falsch gemacht hat. Der Test im November hat ihm nichts gebracht. Stattdessen hätte er sich früher operieren lassen sollen, um jetzt fit zu sein und sich ganz auf das Motorrad konzentrieren zu können.

"Der Grund, warum Rossi weitergefahren ist, war sein Wunsch, die Ducati im November in Valencia zu fahren. Nach diesem Test hat es so ausgesehen, als ob die Entscheidung, die Desmosedici mit ihren Designfehlern zu testen, richtig war", schreibt Gardner auf seiner Webseite. "Wenn die Ducati-Ingenieure auf detailliertes Feedback gehofft haben, dann haben sie es bekommen."

"Für Rossi hätte sich die Verschiebung der Operation ausgezahlt, denn er hätte ein neu gestaltetes Motorrad für 2011 erhalten. Ich bin erschüttert über die gegenwärtige Situation des Teams. Das Motorrad ist praktisch genauso wie im vergangenen Jahr. Wenn man sich die Zeiten aus Katar ansieht, kann man darüber diskutieren, ob es nicht sogar schlechter ist."

"Dazu kommt noch, dass der Topfahrer immer noch Probleme mit der Schulter hat, die noch lange nicht gesund aussieht. Es ist eine komplette Katastrophe. Ich sehe absolut keinen Vorteil darin, dass Rossi seine Operation hinausgezögert hat, um das Motorrad zu testen." Nun steht das Rennen in Jerez an. Abgesehen von 2006, als Loris Capirossi gewonnen hat, lag die Strecke der Ducati nie.

Fotoquelle: Ducati

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